SIEGESSÄULE und GEGENPOL präsentieren:

You're Free Party-Logo

Die größte Party des Jahres

Die SIEGESSÄULE-Mega-Party am 15.Mai: Berlins erstes DJ-Battle mit allen schwullesbischen Clubs, Stargast Ultra Naté, Retro- und Schlagerhalle, Cruising u.v.m.

Stellt euch vor, alle unsere Lieblingsparties fänden am selben Abend statt. Wäre das nicht fürchterlich, wir müßten David Copperfield anrufen und uns zersägen lassen... Doch am 15. Mai geht es auch einfacher: Denn zur Geburtstagsparty der SIEGESSÄULE, Berlins schwullesbischem Stadtmagazin, kommen sie alle: Die schwullesbischen Clubs Berlins, insgesamt 18 an der Zahl. Fünf davon sorgen im "Glashaus" für den ultimativen Retro- und Schlagermix, 13 treten in der "arena" zu Berlins erstem DJ-Battle an. Jede halbe Stunde kündet die Hallensirene vom Wechsel von einer DJ-Bühne zur anderen. Wir dürfen gespannt sein, welcher Meister, welche Meisterin hinter den Plattentellern die beste Stimmung erzeugt. Mittendrin (1.30 Uhr) singt die "Queen of Dance" Ultra Naté den Titelsong des Abends: "You're Free!" (und natürlich ihre anderen Hits).

Und es wird noch mehr geboten: Ein Café-Zelt, wo man nicht gegen Mega-Lautsprecher anschreien muß, bei gutem Wetter die wundschönen "arena"-Dachterrassen mit Blick über die Spree, sowie ein schwullesbisches Cruising-Labyrinth.

you're free! – 15 Jahre SIEGESSÄULE in der arena
Samstag 15. Mai in arena & Glashaus
Eichenstr. 4, Treptow
U-Schlesisches Tor, S-Treptower Park
Eintritt: VVK 15 DM, Abendkasse 25 DM
Beginn: 21 Uhr mit Retro und Schlager im Glashaus
23 Uhr DJ-Battle in der arena (Einlass ab 22 Uhr)

Frivoles fürs Millennium

Romy Haag über ihre Show "Cabaret Berlin" im Berliner Tränenpalast

Sie ist eine Berliner Institution. Ihre überschrillten Shows im Nachtclub "Chez Romy Haag" für Gäste wie David Bowie, Mick Jagger und Grace Jones sind Legende. Danach war sie mal rockig mit eigener Band, mal schmusig mit Chansonprogrammen oder sie präsentierte Varieté-Programme im Berliner Wintergarten und im Stuttgarter Wilhelmsbau, allemal mit einer guten Dosis Glamour. Die Suche nach der geeigneten Location für einen neuen Nachtclub verlief bislang ergebnislos: zu groß, zu klein oder zu teuer. Nun baut La Haag sich kurzerhand einen auf Zeit. Der Tränenpalast wurde mit Kristallüster, Spiegelkugeln und viel Chichi zum Nachttheater aufgemöbelt. Eine Truppe von zauberhaften Wesen, die "Berlin Beauties", serviert Getränke und agiert als Chorus. Auf der Bühne tummeln sich neben Gerhard Schröder im Tanga schon mal geile Mönche und Nonnen. Typisch Romy Haag, immer gut für grelle Effekte.

Romy Haag Du versprichst eine "Crazy-international-erotic-polit-welcoming-performance-show", was darf man erwarten?

Erotik und Politik sind die Essentials, und die Show ist mein Empfang für die Bonner Politiker, damit sie wissen, was in Berlin los ist. Es ist eine Revue zum Ablachen, denn auch Erotik kann komisch sein. Und die Kirche kriegt sowieso ihr Fett ab – those hypocrites! Bei mir gibt's Mönche und Nonnen beim Gruppensex.

Du warst die letzten Jahre als Diseuse mit Chansonprogramm oder Conférencière von Varieté-Programmen eher dezent ...

Wenn man an einem großen Haus verpflichtet ist, muß man Zugeständnisse an den Mainstream machen. Deshalb hatte ich wieder Lust auf eine Eigenproduktion, dahinter stehe ich voll und ganz, das ist meine Idee und Regie, meine Show, ohne Kompromisse. Jetzt ziehe ich durch, worauf ich selber Lust habe und sehe, wie's ankommt.

Wie entstand die Idee zu diesem Cabaret-Programm?

Die habe ich schon ein paar Jahre in meinem Kopf. Wie du weißt, habe ich schon vor Jahren mit Graf von Hardenberg die Baustellen dieser Stadt besucht, um eine geeignete Location zu finden. Das wurde immer teurer und als wir bei einem 16-Millionen-Projekt angelangt waren, habe ich Stop gesagt. Schließlich wollte ich nicht mein eigener Leibsklave werden. Und jetzt will ich erst mal gucken, was für ein Publikum sich für ein derartiges Programm rauskristallisiert.

...und hast dir einen Probe-Nachtclub eingerichtet?

Genau! Hier wird erst mal getestet. Dann gehen wir auf Tournee, damit die anderen auch sehen, wie Romy Haag die Bonner in Berlin empfängt. Und danach entscheide ich, wo ich einen Laden aufmache.

Also "back to the roots"?

Nein, das hat gar nichts mit den Shows von damals zu tun, denn jetzt ist es mit Erotik verbunden, und ich gleite durch die Show und präsentiere außergewöhnliche Leute.

Ist dabei das Geschlechterübergreifende der Motor?

Da gibt's alles durcheinander, biologische Frauen, operierte Frauen, Transvestiten, Transsexuelle, Homosexuelle, Bisexuelle, Heterosexuelle, und die kommen alle sehr gut miteinander klar. Ich stand schon immer auf gemischt. Und im Moment sehe ich eher, daß wieder Mauern zwischen den einzelnen Szenen entstehen. Bei mir nicht!

Wie siehst du "das neue Berlin", immer noch spannend?

Spannender als je zuvor. Ich find' Berlin absolut geil und bin regelrecht auf dem Berlin-Trip. Ich bin jetzt genug herumgereist, davon hab' ich die Nase voll. Hier bin ich zu Hause, hier fühl' ich mich wohl. Und was die so gern kultivierte Berlinverdrossenheit anbetrifft: Früher war überhaupt nix besser. Es wird erst besser. Es kann nur besser werden (lacht).

Interview: Frank Hermann

"Cabaret Berlin"
Mi-So 20.30 Uhr
(nicht am 12., 16., 19.5.)
Samstags nach der Show: Party ab 23 Uhr im Tränenpalast, Reichstagsufer 17, Berlin-Mitte
Kartentel. 030-206 100 11

Die Berlin-Highlights im Mai