Unter den 26.000 Dresdener Studenten gibt es viele Lesben und Schwule. Diese Tatsache allein war einer Gruppe von Leuten bekannt, die sich regelmäßig zum schwulen Stammtisch trafen. Viele fühlten sich dennoch unterrepräsentiert oder gar nicht beachtet, obgleich es immer wieder Projekte, wie zum Beispiel den Filmklub, gab, kam nie wirklich Bewegung in diesem Gebiet auf.

Dies soll und wird sich nun ändern, da drei Dresdner Studenten zum Treffen lesbischer und schwuler Studierender angeregt haben. Das erste Treffen fand am 8.November 2000 im Hörsaalzentrum statt und war, trotz organisatorischer Fehler, dennoch gut besucht.

Bei den Treffen, die einmal wöchentlich stattfinden, sollen gegenseitiges Kennenlernen, Erfahrungs-, Meinungs- sowie Informationsaustausch im Vordergrund stehen. Angesprochen werden dabei lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle und auch heterosexuelle StudentInnen, die dem jeweils anderen aufgeschlossen und respektvoll begegnen wollen.

Aller zwei Wochen stehen Themenabende auf dem Programm, die sich mit Religion, SM, Transsexualität und anderen relevanten Themen beschäftigen sollen. In den Wochen dazwischen werden Filme gezeigt, in denen das Thema Homosexualität behandelt wird.

Für den 13. Dezember 2000 ist ein Elternabend geplant, zu dem jede tolerante Mutter bzw. jeder tolerante Vater herzlich eingeladen ist.

Nach den Treffen besteht die Möglichkeit, in kleinerer Runde, eine der zahlreichen Dresdner Kneipen aufzusuchen, um bei Bier und Wein den Abend ausklingen zu lassen. (Ron)

Coming Out an der Uni