Crying at the "Casino"

CD-Cover: Alcazar - Casino Mit "Crying at the discotheque" hat es funktioniert. Die drei Schweden Andreas Lundstedt, Annikafiore und Tess, mittlerweile eher bekannt als Alcazar, sind aus dem Programm der Musikkanäle und der Radiostationen nicht mehr wegzudenken. Die Band, die außerhalb Skandinaviens zuvor kaum jemand kannte, stand plötzlich auf Platz eins der Dance-Charts in Frankreich, Griechenland und Italien.

Das Trio hat - jeder auf seine Weise - bereits eine Menge Erfahrung im Showbusiness gesammelt. Frontmann Andreas fiel schon des öfteren in Schweden mit Auftritten beim nationalen Grand-Prix-Ausscheid auf, Tess arbeitete als Direktorin einer Musiktheatergruppe, und Annikafiore hatte eine Bühnenrolle als Frida im ABBA-Musical.

Nach längeren Vorbereitungen wurde nun in Deutschland das Debütalbum "Casino" veröffentlicht - mit einer gegenüber der schwedischen Erstausgabe von 1999 deutlich zum Besseren veränderten Titelzusammenstellung. Die erste Auskopplung "Crying at the discotheque" ist darunter einer der innovativsten Tracks, aber auch in vielen der anderen Songs steckt durchaus Hitpotential. Dabei ist die Musik von Alcazar sehr vielfältig. Neben Dance und einer Ballade haben die Schweden einige perfekt kitschige Popsongs im Repertoire.

Zu den Highlights im Stil von "Crying at the discotheque" zählen "Almost famous", "Sexual guarantee" und "Breaking free". Als Kontrastprogramm dazu empfiehlt sich "Transmetropolis" - man stelle sich vor, Army of Lovers hätten den Soundtrack zu einem Disco-Film geschrieben und erhält einen Eindruck von diesem Titel. Und die Assoziation kommt wahrscheinlich nicht von ungefähr, denn Alcazar sind mit eben dieser Kultband befreundet.

Empfehlung: in den Laden gehen, probehören, kaufen und die nächste Party in den eigenen vier Wänden kann kaum schiefgehen. Gute Laune ist garantiert.

MaN

Alcazar