Nana Mouskouri in New York

Die CD-Überraschung des Monats gelingt Polydor mit einer eindrucksvollen Neuausgabe einer Platte aus dem Jahr 1962. Wer bisher glaubte, daß die griechische Sängerin Nana Mouskouri nur von kitschigen weißen Rosen und roten Korallen singen kann, wird eines Besseren belehrt. Sie, die hierzulande so oft von erst- und besonders von zweitklassigen Travestiekünstlern parodiert wurde, ist zweifellos ein Weltstar mit zahlreichen Facetten, was die vorliegende Platte, 1962 von Quincy Jones produziert, eindrucksvoll beweist. Das Album liegt nun in einer überarbeiteten Version vor, mit Original-Fotos aus den Aufnahme-Sessions und drei bisher unveröffentlichten Bonus-Tracks.

Nana Mouskouris Stimme auf dem Jazz-Album erscheint wie eine gelungene Mischung aus Doris Day und Marilyn Monroe und ist doch gleichwohl ganz eigenen, etwas besonderes. "Singen", so hat die Künstlerin selbst einmal formuliert, "ist für mich das Schönste in meinem Leben, ich bin Sängerin, weil ich einfach singen muß." Das glaubt man gern, besonders nach dem Hörgenuß von "Nana Mouskouri in New York". Ein vorzüglich sanftes Album für ein romantisches Rendezvous bei Kerzenschein.

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Neuauflage eines Klassikers