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Der CSD 2002 in Dresden

Vom 30. Mai bis 2. Juni wird Dresden mal wieder ein bißchen queerer sein als sonst: der Christopher Street Day 2002 steht vor der Tür, und das gleich mit einigen Neuerungen:

erstmalig zeichnet der neugegründete CSD e.V. für die Organisation verantwortlich, erstmalig darf sich der CSD Dresden noch etwas unsicher, aber stolz der Kooperation der 'großen' deutschen CSD-Städte zugehörig fühlen, und erstmalig bildet Dresden mit dem Fest am ersten Juni-Wochende den Auftakt der bundesweiten CSD-Saison.

Ob diese Vorverlegung des Termins von den Sachsen angenommen wird, bleibt abzuwarten, aber es sollte ein Paralleltermin mit einer anderen CSD-Stadt vermieden werden. Die Organisatoren haben aber wie in den vergangenen Jahren ein umfangreiches Programmpaket zusammengepackt, das für jeden ein erlebnisreiches CSD-Wochenende verspricht.

Schöner demonstrieren: die Parade

CSD-Demo Die einen bangen schon seit Monaten, ob sie rechtzeitig zur Demo wieder in ihren Fummel passen, die anderen gehen einfach als nette Lesbe, patenter Schwuler oder als reizende/r Transsexuelle/r von nebenan, aber jeder hofft natürlich auf gutes Wetter, wenn sich alle am Samstag, den 1. Juni ab 11 Uhr zum traditionellen Sektempfang auf dem Albertplatz versammeln. Zur Demo haben sich in diesem Jahr mehr Wagen als je zuvor angemeldet, so daß es nicht schwerfallen sollte, der Öffentlichkeit die Vielfalt der lesbischen, schwulen und Transgender-Lebensweisen laut, bunt, offensiv und fröhlich zu präsentieren.

Das abschließende Straßenfest wird allerdings in diesem Jahr nicht auf dem Altmarkt stattfinden, die Stadt Dresden versagte den Organisatoren die Zusage für diesen Platz. Nun müssen die Organisatoren mit den verantwortlichen Behörden noch weiter um den Endpunkt der Demonstration und den Ort des Straßenfestes verhandeln. Es wird aber betont, daß das Straßenfest aber auf jeden Fall stattfinden wird. Und noch eine Absage: Oberbürgermeister Roßberg, von nicht wenigen Homosexuellen im vergangenen Jahr ins Amt gewählt, sagte aus Termingründen ab, die Schirmherrschaft über den Dresdner CSD zu übernehmen.

Aber Roßberg ließ durchblicken, daß er sich vorstellen könne, im nächsten Jahr Schirmherr für den schwul-lesbischen Feiertag in der Landeshauptstadt zu sein.

Anders ist besser