Beispielhaft in Toleranz

Wie Gegenpol erst jetzt zu Ohren kam, gab es im August letzten Jahres einen unangenehmen Zwischenfall in dem damals noch recht neuen Café "Schwalbennest" in der Dresdner Neustadt. Das ist nun zwar schon fast ein halbes Jahr her, aber da sich in der Zwischenzeit an den dortigen Ansichten vermutlich nichts geändert hat, sind wir der Meinung, daß ihr das wissen solltet. Außerdem verliert ein solches Thema nicht an Aktualität.

Damals waren an gegen 2 Uhr zwei schwule Männer im Schwalbennest zu Gast. Und da Schwule im Szeneviertel Neustadt nun wirklich nichts ungewöhnliches sind, möchte man meinen, machten die beiden auch keinen Hehl aus ihrer Liebe. Außerdem gab es um diese Uhrzeit kaum noch Gäste im Café, die sich an den Küssen und Streicheleinheiten gestört hätten. Doch hatten die beiden die Rechnung wohl ohne den Wirt gemacht. Offensichtlich hatte dieser Angst, daß sein Schwalbennest zum Schwulennest werden würde. Er forderte beide auf ihre Aktivitäten einzustellen und die anderen Gäste nicht weiter zu belästigen, sonst müsse man das Lokal verlassen.

Wir möchten das Geschehene nicht weiter bewerten. Aber wir wollen sein Anliegen unterstützen und fordern Schwule und Lesben, deren Freunde und alle anderen toleranten Menschen auf, die nötigen Konsequenzen zu ziehen, wenn man in einem Lokal nicht willkommen ist. Aus Rücksicht auf die "normalen" Gäste, versteht sich.

sfx

Schwule bitte draußen bleiben