The Politics of Dancing

"Dance Music hat sich in den letzten Jahren zu mehr als nur Musik und abtanzen entwickelt. Es ist zu einer kompletten Jugendkultur geworden... obwohl es von vielen Seiten nur als reines Unterhaltungs- und Spaßprogramm angesehen wird; man geht aus, feiert, amüsiert sich. Aber hier handelt es sich um die Grundeinstellung, frei von alten Mustern, Neues und Anderes entdecken zu wollen, was ganz wesentlich ist." Für diese Jugendkultur ist das neue Paul van Dyk Album "The Politics of Dancing" entstanden, dessen Booklet auch dieses Zitat des Berliner DJs entnommen ist. Bei der Doppel-CD handelt es sich um das erste wirkliche Mix-Album des DJs, der auch auf der Abschlußveranstaltung des Berliner CSD 2001 im Atrium der Einkaufsgalerie Stilwerk für Stimmung sorgte.

Insgesamt sind auf den zwei CDs 33 Tracks, alle im typischen Paul van Dyk Style gemixt und bearbeitet, wie sie durchaus in seinem DJ-Set vorkommen.

Von der ersten, nicht wirklich ruhigen, aber im Vergleich eher zurückhaltenden CD sind besonders erwähnens- und hörenswert die Synthese von "Vega" und "I want" von Filmpalast, sowie die sehr gelungene Coverversion des U2 Hits "Elevation". Auf der zweiten CD dagegen dominieren die treibenden Trancebeats. Auf dieser sind zum Beispiel "Section O" von Walter & Gelder oder "Secrets & lies" von Blank & Jones zu hören.

Für den Fan ist dieses Album sowieso ein Muß und für all jene, die mit Techno zwangsläufig bloßes Gehämmer assoziieren, der Beweis, das es auch anders, nämlich besser geht.

FeB

Paul van Dyk