TV

Mo., 3. Juni, 3.20 Uhr, RTL2
Spielfilm
Der Priester
("Priest", GB 1994, R.: Antonia Bird, D.: Linus Roach, Cathy Tyson, Robert Carlyle) Der junge katholische Priester Greg ist mit seiner Arbeit in einer armen Liverpooler Gemeinde überfordert. Sein starre, orthodoxe Weltsicht geht an der tristen Realität seines Umfeldes vorbei. Als er seine homosexuellen Gefühle entdeckt und sich auf eine Affäre mit einem jungen Mann einläßt, stürzt er vollends in einen moralischen Konflikt, der sich dramatisch zuspitzt, als diese Beziehung sich nicht mehr geheim halten läßt.

Do., 6. Juni, 0.20 Uhr, Vox
Spielfilm
Faustrecht der Freiheit
(D 1974, R.: Rainer Werner Fassbinder, D.: Rainer Werner Fassbinder, Peter Chatel, Karlheinz Böhm, Adrian Hoven, Irm Herrmann u.a.) HINWEIS: Anläßlich des 25. Todestages von Rainer Werner Fassbinder wiederholen die öffentlich-rechtlichen Sender sowie Vox im Juni eine Vielzahl seiner Filme und zeigen verschiedene Dokumentationen über Leben und Werk. Einer der aus homosexueller Sicht wichtigsten Spielfilme ist "Faustrecht der Freiheit", in der Fassbinder selbst die schwule Hauptrolle spielt: Der arbeitslose Schausteller Franz Biberkopf kommt durch einen Lottogewinn zu viel Geld. Durch die Vermittlung des Kunsthändlers Max gerät er in feine, homosexuelle Kreise und lernt dort den arroganten Eugen kennen, Sohn einer bankrotten Unternehmerfamilie. Trotz der Klassenunterschiede verlieben sich die beiden und ziehen zusammen, aber Eugen nutzt Franz aus und verläßt ihn dann.

Sa., 8. Juni, 20.15 Uhr, 3sat
Wdh.: Sa., 15 Juni, 23.55 Uhr, ZDF
Show
Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral
Die Kleinkunstbühne "Bar jeder Vernunft" in Berlin hat sich in den 10 Jahren ihres Bestehens in die Herzen der Homowelt gespielt: Entertainer wie die Geschwister Pfister, Cora Frost, Gayle Tufts, Malediva, Maren Kroymann, Max Raabe und viele, viele andere haben in der "Bar" ein bedeutendes Stück ihres künstlerischen Werdeganges bestritten. Entsprechend wird die Jubiläums-Gala aus dem nagelneuen "Tipi"-Zelt am Bundeskanzleramt mit homosexuellen Stars und Szene-Ikonen nur so gespickt sein. Amüsement verspricht auch das ModeratorInnen-Duo: Alfred Biolek und Gayle Tufts werden in Denglisch sicher äußerst völkerverbindend agieren.

Sa., 8. Juni, 22.45 Uhr, Bayern 3
Dokumentation
Ein Opfer der Mode - Der Mord an Gianni Versace
("Fashion Victim", R: James Kent) Der Filmemacher James Kent versucht eine filmische Annäherung an die Modelegende Gianni Versace und seinen gewaltsamen Tod auf den Stufen seiner Villa in Miami. Was steckte hinter dem Mord? War der Mord von der Mafia geplant oder zeichnete der offenbar geistesgestörte Täter allein verantwortlich für die Tat? Der offen schwule Versace verkörperte mit seinem kometenhaften Aufstieg in die Welt von Glamour, Geld und Publicity vermeintliche Größe in einer Zeit der fragwürdigen Werte.

Sa., 8. Juni, 23.30 Uhr, NDR
Spielfilm
Kreuz und quer
("Bedrooms and Hall-ways", GB 1998, R.: Rose Troche, D.: Kevin McKidd, Hugo Weaving, James Purefoy u.a.) Die lesbische Regisseurin Rose Troche ("Go Fish") versucht sich in ihrem zweiten Spielfilm an einem wahrhaft modernen homosexuellen Stoff: Der 30jährige Leo - schwul, single und in einer Identitätskrise - verliebt sich in einer Männerselbsthilfegruppe in den vermeintlichen Hetero Brendan, der zu seinem Erstaunen seine Gefühle erwidert. Kompliziert wird die Lage, als Leo in Gestalt von Brendans Ex seine erste große Beinahe-Liebe Sally wiedertrifft, mit der er sich immer noch außerordentlich gut versteht.

Sa., 8. Juni, 1.00 Uhr, NDR
Spielfilm
Immer Ärger mit der Liebe
("The Sum of Us", Australien 1994, R.: Kevin Dowling, D.: Russel Crowe, Jack Thompson u.a.) Der 24-jährige Jeff Mitchell hat eine außergewöhnlich gute Beziehung zu seinem Vater. Der verwitwete Harry akzeptiert nicht nur die Homosexualität seines Sohnes, sondern unterstützt ihn auch darin, einen Partner fürs Leben zu finden. Die Männerwirtschaft von Vater und Sohn Mitchell gerät allerdings in Unordnung, als sich beide gleichzeitig verlieben. Eine warmherzige Komödie nach einem erfolgreichen Off-Broadway-Stück von David Stevens.

Sa., 8. Juni, 2.35 Uhr, NDR
Spielfilm
Der codierte Mann
("Breaking the Code", England 1997, R.: Herbert Wise, D.: Derek Jacobi, Alun Armstrong u.a.) Um den Geheimcode der legendären deutschen "Enigma"-Chiffriermaschine zu knacken, stellt der britische Geheimdienst 1940 den begabten Mathematiker Alan Turing ein. Ihm gelingt das Unmögliche, doch aufgrund seiner "allzu offen" praktizierten Homosexualität wird der verdiente Wissenschaftler von seinen Vorgesetzten fallen gelassen. Ein Verhältnis mit einem Stricher wird ihm schließlich zum Verhängnis: Dem Hochschullehrer wird öffentlich der Prozeß gemacht.

So., 9. Juni, 15.20 Uhr, ZDF
Spielfilm
Meine schöne Schwiegermutter
("Belle Maman", Frankreich 1999, R.: Gabriel Aghion, D.: Catherine Deneuve, Vincent Lindon, Line Renaud, Mathilde Seigner, Stéphane Audran u.a.) Der junge Anwalt Antoine heiratet Léas Tochter Séverine. Zur Hochzeit angereist sind neben Léas Exmann Paul auch die lesbische Oma mitsamt Lebensgefährtin, die auf den Bahamas ein Hotel führen. Was außer Léa niemand ahnt: der Bräutigam verliebt sich in seine Schwiegermutter, die aber alles andere im Sinn hat, als ihrer Tochter den Mann auszuspannen. Eine charmante, lebenskluge Komödie, herausragend besetzt mit einem prominenten Ensemble.

Mi., 12. Juni, 0.40 Uhr, ARD
Spielfilm
Trick
(A 1999, R.: Jim Fall, D.: Christian Campbell, John Paul Pitoc, Tori Spelling u.a.) Der junge New Yorker Gabriel ist angehender Musical-Autor, schüchtern und schwul. Als er eines Nachts auf einem seiner seltenen Besuche in einem Club auf den Go-Go-Boy Mark trifft und Funken überspringen, bahnt sich eine Liaison an ... aber da Gabes Apartment durch Freundin und Macho-Mitbewohner blockiert ist, verbringen die beiden die Nacht anstelle mit dem avisierten schnellen und unverbindlichen Sex mit Gesprächen, Mißverständnissen, Debatten und ersten zärtlichen Annäherungen.

Di., 18. Juni, 1.40 Uhr, ARD
Spielfilm
Harlis
(BRD 1972, R.: Robert van Ackeren, D.: Mascha Rabben, Gabi Larifari, Ulli Lommel u.a.) Der schöne Raymond verliebt sich in die Nachtklub-Tänzerin Harlis und bemüht sich sehr, sie ihrer Lebensgefährtin Pera abspenstig zu machen. Von Raymond schnöde verlassen, versucht die junge Metzgerin Ria, sich mit seinem Bruder Prado zu trösten, aber da auch Prado hinter Harlis her ist, sind Komplikationen vorprogrammiert. Eine ironisch-frivole Kino-Moritat, die mit dem Ernst-Lubitsch-Preis für die beste deutsche Filmkomödie ausgezeichnet wurde.

Mi., 19. Juni, 0.20 Uhr, Kabel 1
Spielfilm
Die Krays
("The Krays", GB 1989, R.: Peter Medak, D.: Gary Kemp, Martin Kemp, Billie Whitelaw) In den 60er Jahren beherrschte ein chrismatisches Brüderpaar die Londoner Unterwelt: Ronnie und Reggie Kray - verkörpert von den Spandau-Ballett-Sängern Gary und Martin Kemp - leben von illegalem Glücksspiel und Erpressung. In ihren Liebesbeziehungen sind aber sind beide Brüder glücklos: Ron kämpft verzweifelt gegen seine Homosexualität, Regs Ehefrau begeht vor Verzweiflung Selbstmord.

Mi., 19. Juni, 0.35 Uhr, ARD
Fernsehfilm
Früher Frost - Ein Fall von AIDS
("An Early Frost", USA 1985, R.: John Erman, D.: Aidan Quinn, Ben Gazzara, Gena Rowlands u.a.) Eine der ersten Filmproduktionen überhaupt, welche die damals fast noch unbekannte "Seuche" thematisierte: Über das heile Familienleben von Nick und Katherine Pierson bricht eine Katastrophe herein, als Sohn Michael ihnen seine Homosexualität gesteht und ihnen zudem noch eröffnet, er leide an AIDS. Während der Vater mit Ablehnung reagiert, versucht Katherine, ihren Sohn zu unterstützen. Aber beide unterschätzen die tödliche Bedrohung durch die Krankheit. Erst allmählich wird ihnen klar, daß sie ihren Sohn verlieren werden.

Mo., 24. Juni, 23.50 Uhr, Arte
KurzSchluss - das Kurzfilmmagazin:
Schwulen/Lesben-Special
Kurzfilme - Die heutige Sendung ist dem schwullesbischen Filmschaffen, seiner Geschichte und seinen Protagonisten gewidmet. Unter anderem hat Jürgen Brüning für Arte drei deutsche Filmemacher porträtiert: sich selbst, Michael Brynntrup und Ades Zabel. Darüber hinaus gibt es drei internationale Kurzfilme zu sehen: "Der ideale Mann" ("L'homme idéal") von Francoise Ozon, Frankreich 1998; "Loverfilm - Eine kontrollierte Freisetzung von Information" von Michael Brynntrup aus dem Jahr 1996, sowie den preisgekrönten isländischen Musikclip "Vidrar Vel Til Loftarsa" der von Stefan Arnie und Siggi Kinski (2001), in dem zwei Jungen zum Unmut ihrer Väter auf dem Fußballfeld Zärtlichkeiten austauschen.

Mi., 26. Juni, 0.40 Uhr, ARD
Spielfilm
Jeffrey
(USA 1995, R: Christopher Ashley, D.: Steven Weber, Michael T. Weiss, Patrick Stewart, Sigourney Weaver u.a.) Eine humorvoll-charmante Verfilmung des gleichnamigen Bühnenmusicals von Paul Rudnick. Der junge schwule Schauspieler Jeffrey hat eine gewisse Last mit der Lust: Angesichts der AIDS-Bedrohung und der deswegen mitunter merkwürdigen Verhaltensweisen potentieller Sexpartner beschließt Jeffrey, fortan keusch zu leben. Pech nur, daß ihm in gerade da in Gestalt des attraktiven Steve sein Traummann begegnet. Jeffrey verliebt sich, sucht aber zunächst verunsichert das Weite, als Steve ihm offenbart, HIV-positiv zu sein.

Anne-K. Jung

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