Markus Dullins erster Krimi

Buch-Cover: Schwarzlicht Zugegeben, ein echter Krimi ist es nicht, obwohl die Ausgangskonstellation durchaus auch aus einem klassischen Agatha Christie-Roman stammen könnte. Sieben schwule Freunde und ein Hetero-Paar verbringen gemeinsam ein Wochenende auf dem Lande. Doch die erwartete Idylle wird getrübt durch einen Mord, der alle anderen schockiert.

Soweit zu Miss Marple und Co, denn der (vermeintliche) Täter ist rasch gefaßt. Offensichtlich wurde Andreas das Opfer des einigen anwesenden Heteros, der Schwule abstoßend findet. Nachdem er verhaftet wurde, beschließen die restlichen Personen, dennoch zu bleiben. Doch zur Ruhe kommt keiner, durch den Mord werden sie nach und nach mit ihren eigenen Vorurteilen konfrontiert. Es wird verdächtigt, spioniert, gestritten und die sechs Schwulen müssen feststellen, daß sie selbst sehr wenig gemeinsames haben, außer der sexuellen Orientierung. Und noch etwas wird zutage gefördert: das Opfer war keinesfalls so unschuldig, wie es den Anschein hatte und jeder der noch Anwesenden hatte durchaus ein Motiv, über das Andreas' Ableben nicht traurig zu sein...

Markus Dullin ist mit "Schwarzlicht" ein spannender Debütroman gelungen, eine Gesellschaftsstudie über schwule Vorurteile, gekonnt verpackt in einen dramatischen Kriminalfall, der sich zu einem unerwarteten Schlußpunkt steigert.

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Markus Dullin
Schwarzlicht
Roman, ca. 240 Seiten
Querverlag Berlin
ISBN: 3-89656-080-8
Euro 17,50

Schwule Vorurteile im