Daß die Vereinigten Staaten kein Musterbeispiel für Toleranz im Falle kleinerer Delikte sind, ist wohl hinlänglich bekannt. Am eigenen Leib spüren mußte dies kürzlich auch der Berliner Drag King Antonio Caputo, der zusammen mit amerikanischen Künstlern in North Dakota auf Benefizveranstaltungen unentgeltlich auftrat. Wegen des Vorwurfs des Arbeitens ohne Arbeitserlaubnis wurde er Mitte September festgenommen und in einer unbeleuchteten Zelle unter menschenunwürdigen Bedingungen inhaftiert. Stellt sich die Frage, inwieweit dies dem vorgeworfenen Delikt angemessen ist. Nebenbei bemerkt: in North Dakota ist Homosexualität derzeit noch strafbar.

DRAG KING hinter Gittern