Libs e.V. sucht lesbische Frauen, die über Gewalt in ihren Beziehungen sprechen

Jede fünfte lesbische Partnerschaft ist von Gewalt geprägt, schätzen Forscher/innen. Trotz dieser erschreckend hohen Zahl wird diese Form von Gewalt nicht nur in der breiten Öffentlichkeit, sondern selbst in der Lesbenszene tot geschwiegen.

Das EU-Projekt "Gewalt gegen Lesben" will dieses Tabu brechen. Der Schwerpunkt im dritten Projektjahr liegt deshalb auf dem Thema "Gewalt in lesbischen Beziehungen", untrennbar verbunden mit den Fragen: Wie kann man die betroffenen Frauen aus ihrer Isolation holen? Wo finden sie Hilfe? Wie geht die Polizei mit dieser Gewalt um? Welche Präventionsansätze gibt es?

Seit Anfang April führt die Lesben Informations- und Beratungsstelle (Libs e.V.) in Frankfurt Interviews mit lesbischen Frauen, die Gewalt erlebt haben. Die Interviews fließen einerseits in eine wissenschaftliche Arbeit ein, andererseits wird Libs e.V. auf Grundlage der Ergebnisse einen Beratungsführer erarbeiten. Um zu repräsentativen Ergebnissen zu gelangen, ist Libs e.V. aber immer noch auf der Suche nach Gesprächspartnerinnen. Anonymität ist selbstverständlich garantiert, bei Bedarf wird psychologische Betreuung kostenlos angeboten. Das Interview dauert rund zwei Stunden und kann am Wohnort der Frau statt finden.

Das Projekt "Gewalt gegen Lesben" läuft seit Ende 1999 und wird von der Europäischen Union sowie dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Projektträgerin ist die Lesben Informations- und Beratungsstelle e.V. in Frankfurt. Weitere Informationen über das Projekt finden sich auf der Homepage www.lesben-gegen-gewalt.de

Kontakt:
Libs e.V.
Constance Ohms
Alte Gasse 38
60313 Frankfurt am Main
069 / 21 99 97 31
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Lesbenberatung Berlin
Karin Müller
Kulmer Str. 20 a
10783 Berlin
030 / 215 20 00
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Ein Tabu brechen?