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TV

television tip:

Do., 12.9., 00.40 Uhr, arte
Whg.: Mo., 30.9., 01.55 Uhr, arte
Dokumentation
Dr. Bowie & Mr. Jones
(F 2000) Den Sänger, Songwriter und Schauspieler David Bowie feiert arte mit einem Themenabend. Die Dokumentation "Dr. Bowie & Mr. Jones" beschreibt den Aufstieg des Arbeitersohns David Robert Jones aus einer Londoner Vorstadt zum Superstar der 60er bis heute. Der Glam-Rock des "Ziggy Stardust" Anfang der 70er findet ebenso Erwähnung wie Bowies Jahre in Berlin, in denen er mit Iggy Pop und Brian Eno arbeitete. 1982 spielte er im Kinofilm "Begierde" an der Seite von Catherine Deneuve und Susan Sarandon. Der kommerzielle Durchbruch gelang ihm 1969 mit dem Song "Space Oddity". Der Film zeigt seine Verwandlungen in unterschiedlichste, gekonnt inszenierte Bühnenpersönlichkeiten. Aus Interviews sowie Archivaufnahmen aus fünf Jahrzehnten entstand ein sehr persönliches Porträt: Die Selbstmorde seiner Tanten und seines Halbbruders Terry, die Morbidität vieler seiner Werke, Bowies Bisexualität, sein Drogenkonsum und seine Malerei kommen zur Sprache. Heute sieht sich der 55-Jährige als zur Ruhe gekommener, gereifter Künstler.
außerdem: Do., 12.9., 23.00 Uhr und Fr., 20.9., 00.15 Uhr, arte: "David Bowie - Olympia 2002" (Konzertmitschnitt vom 1. Juli 2002 in Paris);
Do., 12.9., 20.45 Uhr, arte: "Furyo - Merry Christmas, Mr. Lawrence"

So., 1.9., 17.00 Uhr, VOX
Magazin
auto motor und sport tv
Neben Reportagen über Politessenkurse und über die Gefahr, die Kleintransporter darstellen, widmet sich "auto motor und sport tv" in der Rubrik "Kult" diesmal den Münchener "Motorboys": einem Autoclub speziell für Schwule. Die Liebe zum gleichen Geschlecht eint die Motorboys ebenso wie ihre Liebe zu attraktiven Autos älterer Bauart, konstatiert das Magazin. Das Team begleitete die Mitglieder Stefan Käsweber und Torsten Lalla in ihrem Cadillac Eldorado bei der großen Motorboys-Rallye rund um die bayrische Landeshauptstadt.

So., 1.9., 17.30 Uhr, arte
Whg.: So., 22.9., 17.30 Uhr, arte
Dokumentation
Die großen Sportduelle - Tennis: Evert/Navratilova
(F 2002, R.: Debrorah Ford) Die neue arte-Serie "Die großen Sportduelle" will legendäre Sportbegegnungen in ihrem gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Zusammenhang zeigen. In dieser Folge werden die Duelle von Martina Navratilova und Chris Evert-Lloyd beleuchtet: Zwei der erfolgreichsten Tenniskarrieren aller Zeiten, zwei gegensätzliche Spielstile, zwei Persönlichkeiten. Beide kämpften gemeinsam mit Billie Jean King für die Gleichberechtigung im Tennis und veränderten damit diesen Sport. 15 Jahre lang dominierten Evert und Navratilova die Tennisszene. Insgesamt 80 Mal standen sie sich zwischen 1973 und 1988 gegenüber, hauptsächlich bei den großen Grand Slam-Turnieren. Martina Navratilova behielt mit 47 zu 33 Siegen letztlich die Oberhand.

So., 1.9., 22.30 Uhr, WDR
2. Folge: So., 8.9., 22.30 Uhr, WDR
3. Folge: So., 15.9., 22.30 Uhr, WDR
4. Folge: So., 22.9., 22.35 Uhr, WDR
5. Folge: So., 29.9., 22.30 Uhr, WDR Doku-Soap
Frauen am Ruder: Sprung ins kalte Wasser
(D 2002, R.: Claudia Richarz) Die Gorch Fock, Schulschiff der Bundesmarine: Anna-Maria, Sabrina, Kerstin und Christina, vier von 36 Frauen, die das Auswahlverfahren für die Offizierslaufbahn bestanden haben, werden auf dem Schiff ihre Ausbildung beginnen. Am 1. Juli 2001 beginnt für die vier ein neues Leben, sie rücken in Plön in die Kaserne ein. Von der Abiturientin zur Soldatin: Drill, Gehorsam, Marschieren. Sabrina hatte es nicht anders erwartet, Kerstin hat Probleme damit. Die Eltern zu Hause machen sich Gedanken: Ein Einsatz in einem Krisengebiet ist nicht ausgeschlossen. Die Kölner Filmemacherin Beatrix Wilmes hat vier von ihnen mit der Kamera begleitet.

Mi., 04.9., 22.40 Uhr, arte
Spielfilm
Vive l'amour - Es lebe die Liebe
("Aiquing Wansui", T 1994, R.: Tsai Ming-liang, D.: Yang Kuei-mei, Chen Chao-jung u.a.) Hsiao-kang ist schwul und verkauft Nischen für Urnen in eigens dafür gebauten Memorial Homes. Denn Taipeis Friedhöfe sind hoffnungslos überfüllt. Eines Tages geht er in einem Mietshaus akquirieren und stellt fest, daß eine der Wohnungen unbewohnt ist. In dieser Wohnung kann er seine Homosexualität leben. May ist Immobilienmaklerin und verbringt den Tag damit, potentiellen KundInnen Häuser und Wohnungen zu zeigen. Manchmal sucht sie sich Liebhaber für eine Nacht. Ah-jung ist illegaler Straßenhändler. Gelegentlich bessert er sein Einkommen durch Liebesdienste auf. An einem Winterabend spricht ihn May an und sie gehen gemeinsam in die leere Wohnung... Die Metropole ist unwirtlich, und unbehaust bleiben die drei Protagonisten, die sich vor allem in leeren Wohnungen begegnen. Ein Großstadtfilm und tragikomisches Porträt der taiwanischen Jugend von heute - von dem Regisseur der "Nouvelle Vague" Taiwans, Tsai Ming-liang. "Vive l'amour" erhielt 1994 in Venedig den Goldenen Löwen und lief 1995 auf der Berlinale.

Sa., 07.9., 17.00 Uhr, MTV
Whg.: Fr., 13.9., 00.00 Uhr, MTV
Magazin
MTV Masters - VH-1 Behind the Music: Madonna
Die Frau, die sich immer wieder neu erfindet: Madonna. Die Tänzerin und Musikerin aus Detroit zog nach New York ins East Village, wo sie zur festen Größe in der frühen 80er-Jahre-Punkszene wurde. Diejenigen, die sie aus dieser Zeit kennen, erinnern sich, wie viele sie nachahmten. Madonna, in deren Biografien stets von Affären mit Frauen und Männern berichtet wird, beeinflußt Zeitgeist wie Musik. Ihre Musik entwickelte sich von Dance-Pop über Rythm & Blues und Balladen zu Techno. Von der Club-Göttin zur Ikone und Mutter - die verschiedenen Facetten der 44-Jährigen faszinieren. Mit "Behind the Music" sprach die Musikerin über den Preis des Ruhms, ihre große Liebe und das Wort, das sie nie mehr hören möchte.

Mo., 9.9., 00.10 Uhr, VOX
Spielfilm
Ausgeflippt
(Kan 1977, R.: Richard Brenner, D.: Craig Russell, Hollis McLaren, Richard Easley, Allan Moyle, Gerry Salzberg) Die schizophrene Liza (Hollis McLaren) läuft aus der Nervenklinik weg und steht eines Morgens vor der Tür ihres schwulen Schulfreundes Robin (Craig Russell). Gemeinsam versuchen sie fortan, ihr Leben zu meistern. Robin folgt Lizas Rat, gibt seinen Job als Friseur auf und zieht für eine Travestie-Karriere nach New York. Robin holt Liza nach einer Fehlgeburt nach New York, wo sie ein neues Leben beginnen soll. Craig Russell erhielt auf den Internationalen Filmfestspielen in Berlin 1978 für seine überzeugende Darstellung den Silbernen Bären und den Publikumspreis.

Do., 12.9., 23.02 Uhr, ARD
Whg.: Sa., 14.9., 12.36 Uhr, NDR
Di., 17.9., 15.45 Uhr, MDR
Serie
Szene-Wechsel: Guido Westerwelle
Serie - Der Smarte und der Harte: FDP-Parteichef Guido Westerwelle besucht Deutschlands derbsten Rapper, Samy Deluxe. In der fünfteiligen ARD-Serie "Szene-Wechsel" prallen wenige Tage vor der Bundestagswahl zwei Welten aufeinander: Fünf Spitzenpolitiker und fünf junge Prominente begegnen sich - in Clubs, Theatern oder Cafés. Die Co-Produktion von MDR, NDR und WDR will Kontakt herstellen zwischen Jugendlichen, die dem Polit-Establishment die kalte Schulter zeigen, und Parlamentariern, die den Kopf über die "Spaß-gesteuerte" Jugend schütteln.
Fortsetzung am Fr., 13.9., 23.15 Uhr mit Claudia Roth trifft auf das "Spice Girl der Literaturszene", Kultautorin Alexa Hennig von Lange

Fr., 13.9., 20.15 Uhr, ARD
Fernsehfilm
Zwei Seiten der Liebe
(D 2002, R.: Bodo Fürneisen, D.: Thekla Carola Wied, Heikko Deutschmann, Fritz Karl u.a.) Lektorin Carola Martin (Thekla Carola Wied), befragt nach ihrem Rezept für eine gelungene Ehe, antwortet: Ehrlichkeit und Vertrauen. Sie ist seit 25 Jahren glücklich verheiratet. Nach dem plötzlichen Unfalltod ihres Mannes Dieter (Miguel Herz-Kestranek) stellt Carola fest, daß sie ihn nie wirklich gekannt hat: Dieter war schwul und führte jahrelang eine Beziehung mit dem jungen Anwalt Tobias (Heikko Deutschmann). Als sie obendrein erfährt, daß ihre Tochter von dem Liebhaber wußte, versucht sie sich umzubringen. Anschließend steht ihr ausgerechnet der schwer kranke Tobias zur Seite. Er ist der Auffassung, daß Dieters Ehe und seine Homosexualität einfach "Zwei Seiten der Liebe" sind, und bringt Carola dazu, ihr Verhältnis zu ihrer Familie und ihr Rollenverständnis zu überdenken.

So., 15.9., 23.20 Uhr, MDR
Spielfilm
Immer Ärger mit der Liebe
("The sum of us", Australien 1994, R.: Kevin Dowling, Geoff Burton, D.: Jack Thompson, Russell Crowe, John Polson, Deborah Kennedy u.a.) Der schwule Jeff (Russell Crowe) versteht sich blendend mit seinem lebenslustigen Vater Harry (Jack Thompson). "Mit den Mädchen hat er's nicht so. Er ist, genauer gesagt, stockschwul." Wenn Harry Mitchell so über seinen Sohn spricht, ist das liebevoll gemeint. Der Witwer hat Jeffs Homosexualität immer akzeptiert und nimmt sehr aktiv an dessen Leben teil: Er informiert sich in Pornomagazinen über schwule Sexualität, läßt sich in Sydneys Szenebars einführen und wünscht sich, daß Jeff endlich die große Liebe findet. Vater und Sohn wissen ihre auf Offenheit und Respekt gegründete Beziehung zu schätzen. Als Jeff eines Abends den gut aussehenden Gärtner Greg (John Polson) mit nach Hause bringt, versucht Harry, eine entspannte Atmosphäre zu schaffen. Mit seiner Kumpelhaftigkeit schlägt er Jeffs schüchternen Liebhaber allerdings ungewollt in die Flucht. Während sein Sohn versucht, über die Enttäuschung hinweg zu kommen, verliebt sich Harry in Joyce (Deborah Kennedy). Einmal mehr zeigt sich, daß das ungewöhnliche Vater-Sohn-Verhältnis für Außenstehende schwer zu begreifen ist - Joyce ist schockiert über Harrys lockeren Umgang mit Jeffs Homosexualität. Bevor die Mitchells ihre Probleme lösen können, schlägt das Schicksal zu... Der Autor David Stevens und der Theaterregisseur Kevin Dowling haben ihren Off-Broadway-Hit "The Sum of Us" zusammen mit Geoff Burton mit viel Wärme und Humor für die Leinwand adaptiert. Oscar-Preisträger Russell Crowe ("Gladiator") spielt den Sohn mit einer gelungenen Mischung aus Zärtlichkeit und komischer Verzweiflung.

Ingrid Scheffer

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