Lesbische Mütter

"Ich bin doch nicht lesbisch geworden, damit ich dann heirate und Kinder kriege!" Solche oder ähnliche Argumente hört man oft von Lesben. Lesbisch-Sein ist für viele Frauen eine willkommene Möglichkeit, dem immer noch recht vorgeschriebenen Lebensweg für Frauen, Haus und Herd nämlich, endgültig zu entrinnen. Lesbisch-Sein heißt, sich gesellschaftlich vorgegeben Rollen bewußt zu entziehen - also auch der Mutterrolle. Und dennoch gibt es sie: lesbische Mütter.

Sie haben Kinder aus früheren heterosexuellen Beziehungen oder entscheiden sich für eine künstliche Befruchtung. Mutter-Sein heißt für sie nicht, sich einem Klischee anzupassen - kaum jemand scheint mehr zwischen den Stühlen zu sitzen als sie. Prinzipiell kinderlose Lesben belächeln ihren "Hang zu Familie", und Mutter-Vater-Kind-Familien werden sich immer, wenn auch stillschweigend, das Label "richtig" an die Brust heften. Wie gehen lesbische Mütter mit dieser Situation um? Oder sind diese gesellschaftspolitischen Gedanken eher unwichtig, weil die Bewältigung des Alltags anstrengender und zeitraubender, aber auch lohnender ist?

Obwohl die Debatte seit 30 Jahren aktuell ist, scheint sie in Deutschland, speziell in Sachsen, kein Thema zu sein. QuerFunk (schwullesbisches Radio) sucht daher lesbische Mütter für ein Interview zum Thema. Welche Erfahrungen haben sie gemacht - mit Freunden und Verwandten, LehrerInnen und Mitschülern, Behörden und Ämtern - und den eigenen Kindern?

QuerFunk
ist die Schwullesbische Sendung bei ColoRadio (Freies Radio für Dresden).
Kontakt: Stefanie und Kerstin
(0351/8894275)
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