Im Flughafen abgehoben

Eine Party der besonderen Art war Onkel Ralfs "CSD Happening" am Samstag im alten Flughafenterminal.

Hier fand zwar in unmittelbarer Nachbarschaft eine weitere Party statt, was bei einigen Besuchern zu Verwirrung führte, die dann erst einmal auf die falsche Party stürmten. CSD Happening So sorgte der Veranstalter als "Fluglotse" später selbst dafür, daß man nicht die verkehrte Tür erwischte.

Wer dann drin war, konnte die zumindest für Gay-Partys ungewöhnliche Location begutachten. Dabei ist der Flughafen ganz klar eine interessante Abwechslung unter den Disko-Tempeln.

Ein bißchen DDR-Charme hier, nüchterne Flughafenatmosphäre da. In dem großzügigem Gelände konnte man sich zwischen Tanzfläche, Aussichtsplattform, Sitzgruppen und Bar fast verlaufen. Zum anderen lockte der sächsische CSD viele Besucher nach Dresden. Nach der gelungenen Demo tagsüber, wo vor allem Leipziger, Chemnitzer und Dresdner Einigkeit bewiesen, wurde nun in beeindruckender Menge zusammen gefeiert.

Ein weiteres Novum war eine separate Tanzfläche für Schlager und Evergreens. Solche "Tanzcafés" waren zumindest für die Dresdner Schwulenszene ein Experiment. Doch vor allem am frühen Morgen konnten hier ausgelassene Tänzer beobachtet werden.

Auf dem großen Floor tobte sich ein extra eingeflogener DJ aus. Seine offensichtliche gute Laune wirkte auch hochgradig ansteckend. Zu House, Techno und Charts war Bewegungsfreiheit auf der Tanzfläche Mangelware. Dicht gedrängt demonstrierten Schwule und Lesben ihre Art zu Feiern.

Das CSD Happening im alten Terminal war eine Party, wie sie in Dresden nur selten zu erleben ist. Bisher Höhepunkt in der schwul-lesbischen Partylandschaft 2002.

CSD Happening