Stephen Frys neuer Roman

Buch-Cover: Stepen Fry - Der Sterne Tennisbälle Ein intelligenter, witziger und äußerst spannender Roman um Ned, einen mißglückten Jungenscherz und die - wenn auch verspätete - Rache.

1980. Ned Maddstone ist ein Knabe aus dem Bilderbuch und hat alles, was man sich als Privatschüler (wie immer bei Fry) nur träumen kann: gut aussehend; Sportschef, kurz davor Schulsprecher zu werden, gut in der Schule und eine gut aussehende Freundin - kurzum ein auch schmackhaft beschriebenes Idol, das natürlich Neider hat. Ein Streich ist schnell ausgeheckt, nur daß der, unbeabsichtigt, weit übers Ziel hinausschießt: Ned landet schließlich in einer geheimen Anstalt, in welcher der Secret Service unliebsame Zeitgenossen entsorgt. Was folgt, ist uns aus Alexandre Dumas' "Graf von Monte Cristo" zwar bekannt, aber bisher noch nicht so spannend und vor allem witzig in die Gegenwart transponiert worden. Der dumassche Abbé heißt hier Babe (Anagramm!), ein alter, seinerzeit kaltgestellter Topagent, der ihm nicht nur acht Sprachen beibringt, sondern auch lehrt, seinen Kopf richtig zu gebrauchen. Im Sarg eben dieses Babe kann Nedd schließlich nach 18 Jahren fliehen, um kurz darauf mit dem Geld von Babes Nummernkonto in der Schweiz als Dot.Com-Millionär Simon Potter (alias Monte Cristo) seinen Rachefeldzug zu beginnen.

Mit diesem neusten Roman hat Fry, Starkomiker, Filmeschreiber und Schauspieler (Oscar Wilde) nach seiner Autobiografie ein neues Glanzstück vorgelegt.

schnoe

Stephen Fry
Der Sterne Tennisbälle
Roman. 391 Seiten
Aufbau-Verlag Berlin
ISBN: 3-351-02929-2
20,00 Euro

Der Sterne Tennisbälle