Mit Hinweis auf die Berührungsängste der Gäste gegenüber AIDS-Infizierten und -Erkrankten und auf das ausgebuchte Haus lehnten die Betreiber des Hotels "Tanzbuche" in Thüringen die Anfrage der AIDS-Hilfe Sachsen/Anhalt nach einem Gruppenaufenthalt ab.

Die Betreiberin Frau Müller wies nach Bekanntwerden des Vorfalls per eMail nochmals darauf hin, daß eine Gästebefragung bestätigt hätte, daß gerade ältere Menschen sowie Eltern mit Kindern Angst vor einer HIV-Ansteckung hätten, das vor allem im Hallenbad und Wellnessbereich. Dabei wies Sie jedoch auch nochmals darauf hin, daß zu dem von der AIDS-Hilfe gewünschten Zeitraum nicht genügen Zimmer zur Verfügung gestanden hätten, und daß die zusätzliche Begründung nichts mit der privaten Einstellung der Betreiber zu tun hätte.

Wie auch immer - die Tatsache, daß selbst bei harmlosen Sachen wie der Benutzung eines Schwimmbades, ob nun seitens der Hotelleitung oder auch von den Gästen, Berührungsängste bestehen, zeigt wieviel Aufklärungbedarf durch die AIDS-Hilfen noch besteht. Andererseits - wir wissen nicht, wie die "normalen" Hotelgäste das Schwimmbad sonst zu nutzen pflegen...

AIDS-Erkrankte unerwünscht?