Auch in diesem Monat möchten wir kurz zusammenfassen, was sich im Online-Forum auf www.gegenpol.net getan hat. Im letzten Heft haben wir recht ausführlich über das heiß diskutierte Thema "Nasty Love Club" berichtet.

Ende September erschien dann ein Beitrag im Forum, der das allgemeine Verhalten von Homosexuellen, vor allem Schwulen, stark kritisierte. Dabei handelt es sich um den Text einer Dame, der hier aufgrund des enormen Umfangs nicht zitiert wird. Grundtenor ist die Aussage, daß es viel zu wenige unauffällige, normale Schwule gibt. Solche, die sich vom Rest der Gesellschaft möglichst nicht abheben. Untermalt wird der Beitrag mit beobachteten Beispielen und bewahrheiteten Klischees.

Zunächst hat sich einige Tage lang niemand ernsthaft mit den Vorwürfen auseinander gesetzt. Zwar gab es ironische und satirische Kommentare, aber auf eine wirkliche Diskussion wollte sich wohl niemand einlassen. Hatte die Dame etwa recht mit ihren Vorwürfen und Anprangerungen? Einige Stimmen befürworteten dann tatsächlich einige Passagen des Beitrags. Ein Teilnehmer schrieb: "Sie hat aber in vielen Dingen recht! Wenn Schwule immer automatisch mit Ulknudeln oder Modepuppen in Verbindung gebracht werden, ist das eher bedauerlich." In eine ähnliche Richtung geht dieser Kommentar: "Wie wahr! Jeder soll zwar nach seiner eigenen Fasson selig werden und sein Leben leben, aber manchmal kommt einem das offizielle schwule Leben wie ein ewiger Karnevalsverein vor. Kein Wunder, daß uns viele "normale" Zeitgenossen dann in dieses Klischee pressen." Als dann jedoch Rolf Ohler in seiner Funktion als LSU-Bundesvorsitzender schrieb, daß es "Persönlichkeiten, die oftmals sehr plakativ den Finger in offene Wunden legen, zu verdanken ist, daß sich gesellschaftspolitisch etwas bewegt", stand einer grundlegenden Diskussion nichts mehr im Wege.

Wer sich wie äußerte und wie die Politik der LSU bei den Lesern ankommt, interner Link liest Du bei uns im Forum.

sfx

Das Gegenpol Forum