Als erstes großes Handelsunternehmen in Deutschland behandelt die Karstadt Warenhaus AG eingetragene homosexuelle Lebenspartnerschaften wie die Ehe. Eine Gesamtbetriebsvereinbarungsetze die vollständige rechtliche Gleichstellung um, teilte das Unternehmen mit.

Die Entscheidung sei richtungsweisend und beende die Benachteiligung Homosexueller in der Arbeitswelt. So könne nun auch für die Schließung der eingetragenen Lebenspartnerschaft Sonderurlaub genommen werden. Wie bei der Silbernen Hochzeit haben Homosexuelle künftig nach 25 Jahren Lebenspartnerschaft Anspruch auf einen Tag Sonderurlaub. Auch bei Tod oder Pflegebedürftigkeit des Partners sollen schwule oder lesbische Mitarbeiter künftig die gleichen betrieblichen Leistungen erhalten. Dies gelte auch für die Gehaltsfortzahlung im Sterbefall und für betriebliche Leistungen für Witwen und Witwer.

Die Mehrkosten für das Unternehmen seien nicht bezifferbar, weil schon die Zahl der eingetragenen Partnerschaften unklar sei. Die Karstadt Warenhaus AG beschäftigt mehr als 50.000 Mitarbeiter.

Quelle: www.tagesschau.de

Karstadt führt Gleichberechtigung ein