Darstellung geschlechtlicher Vorgänge in Wort und Bild

Buch-Cover: Sex, Glamour & Ecstasy "Ich war jung und brauchte das Geld..." ist eine beliebte Ausrede vieler, die zuvor an pornographischen Filmen mitgewirkt haben. Zum Beispiel haben Glücksradmoderator Peter Bond als Darsteller oder Til Schweiger beim Synchronisieren schon Erfahrungen im Pornogeschäft gemacht.

Die größten Pornostars kommen natürlich aus Amerika. Namen wie Jeff Stryker oder Ryan Idol sind wohl den meisten Schwulen ein Begriff, ob man nun Pornos mag oder diese ablehnt. Die meisten wirklichen Stars der Branche haben eines gemeinsam: ihr machomäßiges Aktivsein.

Für die passiven Darsteller war und ist es schwerer, den gleichen Starruhm zu erwerben oder so verehrt zu werden, wie der aktive Part.

Einer hat es aber trotzdem geschaftt: Joey Stefano, alias Nick Iacona. Entdeckt und anfangs promotet von Chi Chi la Rue erwarb er sich eine große Fangemeinde weltweit. Cover: Heartbreak Hotel Doch durch die Pornoszene und die naheliegende Prostitution (ein gutes Zubrot für die Darsteller, für die ihre Präsenz in den Filmen gleichzeitig eine gute Werbung ist) versank er immer weiter in seinem Drogenkonsum und starb schließlich, erst 26jähig an einer Überdosis.

Der Autor und Journalist Charles Isherwood setzte Joey Stefano mit einem biografischen Buch (Bruno Gmünder Verlag) ein Denkmal, gleichzeitig ein offener Blick hinter die Kulissen im amerikanischen Pornobusineß.

Auch in Deutschland dominieren überwiegend amerikanische Streifen die Videotheken und Sexshops. Meist waren deutsche Eigenproduktionen nur billige Hinterzimmer-Schmuddelware vom Fließband. Erst Ende der 90er Jahre kam mit dem Label Cazzo Film Berlin mehr Qualität in die Filme und die Cazzo-Produkte konnten sich umgekehrt auch auf dem amerikanischen Markt behaupten. Neu auf dem Markt ist unter anderem der Film "Heartbreak Hotel", der Porno zur Homo-Ehe (und Scheidung).

Weitere Filme und Infos unter: www.cazzofilm.de

Auch das Düsseldorfer Label "Man's Art" ist noch jung, Anfang 2002 gegründet begann das Unternehmen im Sommer vergangenen Jahres mit eigenen Produktionen.

DVD-Cover: Ludwig I Bereits im selben Jahr konnten erste Erfolge beim Venus Award in Berlin gefeiert werden. Der neueste Film heißt "Ludwig 1" und zeigt Newcomer Ludwig Staufenberg in fünf erotischen und phantasievollen Szenen, unterlegt von klassischer Musik.

Weitere Filme und Infos unter: www.mans-art.de

Wer selbst Pornostar werden will, muß schon ein wenig Mut aufbringen und sich bei den bekannten oder weniger bekannten Firmen bewerben. Dabei muß man nicht unbedingt jungendlich glatt oder muskelbepackt aussehen, ein guter Look ist aber sicher nicht von Nachteil, ebenso wie gute "anatomische Voraussetzungen".

Auf den Internetseiten der Firmen findet man immer einen Link, wie und mit welchen Unterlagen man sich für die Karriere als Pornostar bewerben kann.

GP

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