Farbe bekennen

CSD - Parade und Straßenfest in Dresden

Am letzten Mai-Wochenende startet in Dresden die deutsche CSD-Saison. Mit der Parade und dem großen Straßenfest in der Landeshauptstadt werden am 31. Mai Schwule, Lesben, Transgender und alle anderen queeren Menschen unter dem Motto "Dresden bekennt Farbe!" ihre Lebensweisen öffentlich präsentieren und ihren politischen Forderungen Nachdruck verleihen.

Noch einmal möchte Gegenpol alle queeren Leute in Sachsen und auch die Gäste einladen, mit uns zu demonstrieren und zu feiern. Traditionell versammeln sich die Demonstrationsteilnehmer auf dem Albertplatz; in diesem Jahr allerdings erst um 13 Uhr. Für die Parade haben sich in diesem Jahr übrigens erneut mehr Wagen als je zuvor angemeldet. Die Route (siehe Plan) führt den Zug dann von der Neustadt über die Königstraße, die Carolabrücke, das Terrassenufer zum Altmarkt, wo im Anschluß an die Demonstration ab zirka 16 Uhr das Straßenfest beginnen wird.

Nach einer Festrede durch Oberbürgermeister Ingolf Roßberg, den Schirmherren des diesjährigen CSD, und weiteren Ansprachen wird ein buntes musikalisches Programm geboten, unter anderem mit dem Musikduo "two for love" aus Hamburg und Drag King Antonio Caputo aus Berlin.

CSD feiern

Schwule und Lesben machen Party

In allen großen sächsischen Städten stehen natürlich auch wieder einige gute Parties auf dem Programm. Für jeden Geschmack dürfte etwas dabei sein, in unserem extra CSD-Timer sind alle Parties aufgeführt. Nach der Parade laden Wolle und Onkel Ralf mit Unterstützung der Clubsauna Man's Paradise zum offiziellen CSD Happening 2003 in die Diskothek "Banana" (Lommatzscher Straße 82, 01139 Dresden) ein. Hier sind die "Marilyns Boys", die erste schwule Boyband Deutschlands, mit ihren Hits "I give you the stars" und "Hot Stuff" zu erleben. An den Reglern sorgen DJ Fred Bauer (Sixpackparty-DJ, Köln) und DJ ChrizzT. (GaymeBoy, Berlin) für den richtigen Sound. Ebenfalls am Samstag gibt es das Special von G!RLS@NIGHT im Apex-Club (Schnorr Straße 70/im IPRO-Gebäude Nähe Hauptbahnhof) mit Fräulein B. aus Berlin und Miss Escalate aus Dresden. Dazu gibt es eine Women-Stripteaseshow.

Weitere CSD-Parties finden in der Leipziger RosaLinde, im Chemnitzer Casablanca sowie im Dresdner GAG 18 (Wave-Gothik) statt.

CSD Schirmherr

Roßberg für Gleichbehandlung der Homo-Ehe

Der Oberbürgermeister der sächsischen Landeshauptstadt Dresden, Ingolf Roßberg (FDP), hat sich dafür ausgesprochen, daß gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften in Sachsens Standesämtern eingetragen werden. "In diesem Punkt ist Ihnen die Unterstützung der Stadt Dresden sicher", schreibt Roßberg in einem Grußwort an die Organisatoren des sächsischen Christopher Street Day (CSD), über den er die Schirmherrschaft übernommen hat.

Der sächsische CSD findet in diesem Jahr zum 10. Mal statt. Mit einer Aktionswoche vom 25. Mai bis 1. Juni wollen Schwule, Lesben und Transsexuelle in Dresden, Leipzig und Chemnitz auf ihre Probleme aufmerksam machen und für Gleichberechtigung demonstrieren. Eine der zentralen Forderungen des CSD ist, daß auch in Sachsen die so genannte Homo-Ehe als eingetragene Lebenspartnerschaft durch homosexuelle Paare in den Standesämtern geschlossen werden kann. Bisher ist dies nur in den drei Regierungspräsidien des Freistaates möglich. Auch er empfinde diese Regelung als "sehr unbefriedigend" schreibt Roßberg in seinem Grußwort. Dresden habe sich bereits beim Sächsischen Städte- und Gemeindetag für eine Änderung der gegenwärtigen Praxis eingesetzt.

Mit Roßberg hat in Sachsen erstmals ein kommunaler Spitzenpolitiker die Schirmherrschaft über den CSD übernommen, zu dem die Veranstalter mehrere tausend Teilnehmer erwarten. Höhepunkt der Aktionswoche wird eine Demonstration am 31. Mai in Dresden sein.

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Sachsen feiert CSD 2003