Ohler: Union muß sich bewegen!

Der Verband der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) feiert in diesen Tagen seinen fünften Geburtstag.

Die LSU versteht sich als Interessenvertretung und Sprachrohr lesbischer, schwuler und bisexueller Mitglieder und Anhänger von CDU und CSU. Seine Hauptaufgabe sieht der Verband in der innerparteilichen Überzeugungsarbeit, will zugleich jedoch auch Brücken zwischen den Unionsparteien und der schwul-lesbischen Community schlagen.

Als wichtigsten Erfolg seines Verbandes hob der LSU-Bundesvorsitzende Rolf Ohler die Bewegung von CDU und CSU in der Politik für Lesben und Schwule hervor. "1998 fanden schwul-lesbische Themen in der Union höchstens auf Stammtischniveau statt", resümiert er, "2003 erkennt sie ausdrücklich an, daß in homosexuellen Partnerschaften ebenso Werte gelebt werden wie in heterosexuellen, und akzeptiert die Eingetragene Lebenspartnerschaft."

Gleichwohl sei die Union noch immer nicht vollständig auf der Höhe der gesellschaftlichen Realität angekommen. Es fehlten noch immer Konzepte für eine eigene aktive schwul-lesbische Politik, die über die schlichte Anerkennung von Bestehendem hinausgingen. Die Nagelprobe sei dabei der weitere Ausbau der Eingetragenen Lebenspartnerschaft. "Die Union kann sich auf unsere Solidarität verlassen, wenn sie sich weiter auf dem Weg mitten ins Leben bewegt - aber auch auf unseren massiven Widerspruch, wenn sie meint, daß ihre bisherigen Reformschritte schon alles gewesen sein sollen", umriß Ohler den Kurs der LSU auch für die Zukunft.

5 Jahre LSU