television

So., 9.3., 23.45 Uhr, NDR
Spielfilm
Alles über meine Mutter
("Todo sobre mi madre", Sp/F 1999, D./R.: Pedro Almodóvar, D.: Cecilia Roth, Marisa Paredes, Penelope Cruz u.a.) Manuela, eine Madrider Krankenschwester, will ihrem Sohn Esteban an seinem 17. Geburtstag sagen, wer sein Vater ist. Doch Esteban stirbt bei einem Autounfall. Manuela fährt nach Barcelona, um Estebans Vater zu suchen, den sie verließ, als sie schwanger war. Er lebt als Transsexuelle unter dem Namen "Lola". Bei ihrer Suche trifft Manuela ihre transsexuelle Freundin Agrado, eine junge Nonne, die von Lola schwanger ist, und eine Diva, deren Garderobenfrau und Vertraute sie wird. Ihr neues Leben läßt wenig Raum für die Trauer um ihren Sohn. - Der spanische Kultregisseur Pedro Almodóvar, dessen neues Werk "Sprich mit ihr" wegen seiner Vergewaltigungsszene stark polarisierte, bekam für diesen Film einen Oscar. Liebevoll porträtiert er seine Heldinnen - Transsexuelle, tragische Figuren, Lesben, Schwule. Intensive Porträts, verknüpft zu einer skurrilen Geschichte, schrill und melancholisch, tragisch und komisch.

Di., 4.3., 20.15 Uhr, Sat1
Fernsehfilm
Die Liebe kommt als Untermieter
(D 2003, R.: Markus Bräutigam, D.: Oliver Korittke, Ralf Bauer, Aglaia Szyszkowitz u.a.) Die Romantikerin Amelie träumt von einer kirchlichen Hochzeit - und ihr Freund Ben ergreift die Flucht. Um ihm zu beweisen, daß sie nicht spießig ist, stellt Amelie einen Schlafplatz für einen Teilnehmer des Internationalen schwulen Ledertreffens zur Verfügung. Als sich ein junger Mann samt Hund bei ihr vorstellt, ahnt sie nicht, welches Geheimnis ihr schwuler Untermieter hat... - Gedreht wurde unter anderem im Schwulenviertel hinter dem Hamburger Bahnhof.

Do., 6.3., 23.25 Uhr, 3sat
Dokumentation
Bad Girls in Manhattan - Künstlerinnen fordern den Körper zurück
An den feministischen Debatten in den USA der 60er und 70er Jahre waren New Yorker Künstlerinnen maßgeblich beteiligt. Nun meldet sich in New York eine neue Generation feministischer Künstlerinnen zu Wort. Michael Blackwood hat beide Generationen über ihre Rolle in Kunst und Gesellschaft befragt. Für die jungen Kreativen ist der weibliche Körper, über Jahrhunderte Thema männlicher Kunst, Gegenstand und Mittel künstlerischer Produktion.

Fr., 7.3., 20.15 Uhr, RTL2
Spielfilm
Nell
("Nell", USA 1994, R.: Michael Apted, D.: Jodie Foster, Liam Neeson, Natasha Richardson u.a.) In den Bergen entdeckt Landarzt Dr. Jerry Lovell (Liam Neeson) eine junge Frau (Jodie Foster), die allein in der Wildnis lebt und nicht spricht. Gemeinsam mit der Psychologin Paula Olsen (Natasha Richardson) gewinnt er langsam Zutritt zu Nells Welt. Dann wird die Geschichte von der "Wilden" publik, und Scharen von Reportern suchen nach Nell... - Einfühlsames Melodram von Michel Apted ("Gorillas im Nebel"), das Jodie Foster eine Oscar-Nominierung brachte. Die Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin erhielt bereits zweimal den Oscar als Beste Darstellerin.

Sa., 8.3., 15.15 Uhr, 3sat
Magazin
XXL - das andere Geschlecht
Pünktlich zum Internationalen Frauentag: "Wir werden nicht als Frauen geboren, wir werden dazu gemacht." Simone de Beauvoirs viel zitierter Satz als Motto der Diskussion: Feministinnen, Politikerinnen und Wissenschaftlerinnen sprechen in "XXL - das andere Geschlecht" über das Verhältnis von Frauen zur Macht, das Spiel mit den Geschlechterrollen und die Zukunft der "Frauenfrage".

Mo., 10.3., 22.10 Uhr, ORB
Dokumentation
Kriegerin des Lichts
(D 2002, R.: Monika Treut) Die Brasilianerin Yvonne de Mello engagiert sich seit mehr als zehn Jahren für die Straßen- und Slumkinder von Rio de Janeiro. Polizisten hatten damals acht Straßenkinder erschossen. Mit ihrem Projekt "Kinder des Lichts" kämpft de Mello für bessere Lebensbedingungen, Bildung, medizinische Versorgung und Respekt. Sie selbst gehört der brasilianischen Oberschicht an. Der viel beachtete Dokumentarfilm von Monika Treut ("Die Jungfrauenmaschine") begleitet Yvonne de Mello bei ihrer Arbeit und im Privatleben und läßt die Straßenkinder zu Wort kommen.

Mo., 10.3., 22.50 Uhr, MDR
Spielfilm
Sebastian
("Sebastian", Nor/Dk/Schw 1995, R.: Svend Wam, D.: Hampus Björck, Nicolai Cleve Broch u.a.) Der 17-jährige Sebastian ist genervt von seinen Eltern, die nur darauf lauern, wann er sich das erste Mal verliebt. Denn Sebastian ist verliebt - in seinen Kumpel Ulf. Ein ausgelassener Abend mit ihm findet ein jähes Ende, als Sebastian Ulf küßt. Als Sebastian seinen Eltern erzählt, daß er schwul ist, versuchen sie ihm Verständnis entgegenzubringen, und haben doch Probleme damit. - Ein liebevoll und unspektakulär erzählter Coming-out-Film mit einem natürlich wirkenden Hauptdarsteller. Mittels innerer Monologe werden die Gefühle des Helden nachvollziehbar.

Mo., 10.3., 23.15 Uhr, RTL
Magazin
anders TREND
Neue Folge des schwulen Lifestyle-Magazins mit Frank Lukas. Die Themen: "Hinter Gittern - Homos im Knast." anders TREND begleitete den Alltag schwuler Inhaftierter in einer deutschen Justizvollzugsanstalt und weiß, daß die Zeit hinter Gittern für sie ein Kampf ums Überleben ist. Weitere Themen: "Es fährt ein Bus nach nirgendwo... der Schwule und sein Grand Prix.", "Mobbing in der Schule - Gewaltbereitschaft gegen Homosexuelle nimmt zu.", "Auch Männersache: Cellulite und Dehnungsstreifen - Neue Lasermethode für den glatten Po.", "Die süßeste Versuchung seit es Werbung gibt - der anders TREND-Contest."

Di., 11.3., 20.15 Uhr, RTL2
Whg.: Mi., 12.03., 16.05 Uhr, RTL2
Spielfilm
Switch - Die Frau im Manne
("Switch", USA 1991, D./R.: Blake Edwards, D.: Ellen Barkin, Jimmy Smits u.a.) Der sexistische Werbemann Steve Brooks wird von drei seiner Ex gemeinschaftlich ermordet. Gott und Teufel schicken ihn im Körper einer Frau auf die Erde zurück. Als Amanda nimmt er sein altes Leben wieder auf – Turbulenzen sind programmiert. Nach einem lesbischen Intermezzo landet Amanda mit einem alten Kumpel im Bett und wird schwanger. Außerdem wird sie des Mordes an Macho Steve Brooks verdächtigt... - Eine temporeiche amerikanische Komödie von Regisseur Blake Edwards.

Do., 13.3., 0.45 Uhr, ARD
Spielfilm
Emporte-moi - Nimm mich mit
("Emporte-moi", Can/F/Schweiz 1999, D./R.: Léa Pool, D.: Karine Vanasse, Pascale Bussieres, Miki Manojlovic u.a.) Montreal, 1963: Die 13-jährige Hanna steckt mitten in der Pubertät. Ihre Eltern sind mit ihren eigenen Problemen beschäftigt: Die Schriftstellerkarriere des Vaters kommt nicht in Schwung, die Mutter ernährt die Familie mit einem Fabrikjob. Er ist Jude, sie Katholikin, was oft zu Streit führt. Ein Kinofilm schließlich wird für Hanna wegweisend: Jean-Luc Godards "Vivre sa vie". - Regisseurin Léa Pool ("Lost And Delirious") schuf vor dem Hintergrund des Montreals der 60er Jahre einen eindrucksvollen, sensiblen Film. Ausgezeichnet mit dem Schweizer Filmpreis.

Sa., 15.3., 13.00 Uhr, Kabel1
Spielfilm
Zwei irre Partner auf heißer Spur
("Partners", USA 1981, R.: James Burrows, D.: Ryan O'Neal, John Hurt, Kenneth McMillan u.a.) Eine mysteriöse Mordserie an Schwulen beschäftigt die Polizei von Los Angeles. Sergeant Benson und Kollege Kerwin recherchieren als Pärchen getarnt in der Szene. Während sich der homosexuelle Kerwin in seinen Partner verliebt, hadert Frauenheld Benson mit seiner ungewohnten Rolle. Als Benson mit der attraktiven Fotografin Jill eine Affäre anfängt, ahnt Kerwin, daß sein Partner in Lebensgefahr schwebt. - Autor Francis Veber ("Ein Käfig voller Narren") schrieb das Skript. Die Komödie lebt vom hervorragenden Spiel des Duos O'Neal/Hurt, von der temporeichen Regie sowie vielen Spannungsmomenten.

Do., 20.3., 21.00 Uhr, NDR
Whg.: Sa., 22.3., 21.45 Uhr, WDR
Spielfilm
Donna Leon - Vendetta
(D 2000, R.: Christian von Castelberg, D.: Joachim Król, Barbara Auer, Gudrun Landgrebe, Heinz Hoenig u.a.) Der prominente venezianische Anwalt Carlo Trevisan wurde erschossen, in Padua stirbt ein reicher Steuerberater. Die Reisebürobesitzerin Regina Ceroni hatte zu beiden Männern Kontakt, und ihr Reisebüro scheint mit Frauenhandel zu tun gehabt zu haben. Commissario Brunetti ermittelt, und seine Tochter Chiara leistet ungebeten Hilfestellung. - Nach den gleichnamigen Roman von Donna Leon. Paola Brunetti, dargestellt von Barbara Auer, wirkt in der Verfilmung blasser als im Buch.

Fr., 28.3., 18.50 Uhr, ARD
TV-Serie
Berlin, Berlin: Lesbe sein dagegen sehr...
(D 2001, R.: Gudrun Scheerer, D.: Felicitas Woll, Sandra Borgmann, Jan Sosniok u.a.) Eine lesbische Folge der Berliner Vorabendserie: Um einen liebeswütigen spanischen Jüngling auf Distanz zu halten, mimen Lolle und ihre lesbische Freundin Rosalie für einen Tag ein Paar. Der Spanier ist daraufhin plangemäß von seiner Liebe geheilt, doch Lolle merkt, wie aufregend es ist, eine Frau zu küssen. Rosalies Freundin wird eifersüchtig, als sie Lolle und Rosalie im "Anderes Ufer" sieht, und dem Spanier stellt nun ein verliebter Jüngling nach... Die Serie geht unverkrampft mit Homosexualität um. Gedreht wurde unter anderem im "Schwuz".

Ingrid Scheffer

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