television

television tip:

Mo., 3.2., 14.00 Uhr, arte
Magazin
Lola: Liebe unter Frauen
(F 2002) Das Frauenmagazin widmet sich diesmal der lesbischen Liebe: Erst mit 28 entdeckt Agnès, daß sie lesbisch ist, denn sie war, so sagt sie, heterosexuell konditioniert. Agnès stößt in ihrer Familie nur auf Unverständnis und erfährt, was es heißt, einer Minderheit anzugehören. - Carla und Marie-Laure leben seit 24 Jahren zusammen und haben drei Kinder: Giulietta (8), Luana (5) und Zelina (3). Die drei wurden mittels künstlicher Befruchtung durch einen anonymen Spender gezeugt. - Nach 15 Jahren Ehe erklärte Clothilde, 39, ihren heranwachsenden Kindern, daß sie sich in eine Frau verliebt hat. - Conny weiß seit ihrem 15. Lebensjahr, daß sie Frauen liebt und hält an Schulen Aufklärungsvorträge über Homosexualität.

Mo.,03.2., 22.50 Uhr, MDR
Spielfilm
Die Bankiersfrau
(La banquiere, F 1980, R.: Francis Girod, D.: Romy Schneider, Jean-Louis Trintignant u.a.) Paris 1921: Die schöne, ehrgeizige Emma Eckhert (Romy Schneider), Tochter einer Hutmacherfamilie, heiratet nach einer lesbischen Liaison, die sie ins Gefängnis und ihre Eltern um den Ruf brachte, den 15 Jahre älteren Geschäftsmann Moïse Nathanson (Jacques Fabri). Emmas Leidenschaft für Frauen lebt weiter, und ihre Freundin fördert ihre beruflichen Ziele mit ihrem Vermögen. 1929 ist Emma Präsidentin ihrer eigenen Sparkasse. Monsieur Vannister, Präsident einer der einflußreichsten privaten Geschäftsbanken, ist ihr gefährlichster Gegner. Als die italienische Regierung unter Mussolini eine Staatsanleihe über ihre Bank abwickelt, inszeniert Vannister eine gerichtliche Untersuchung von Emmas Geschäften. Sie wird zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. - Inspirieren ließen sich Georges Conchon und Francis Girod von der Lebensgeschichte der Elsässerin Marthe Hanau. Ihr Tod - sie nahm sich im Gefängnis das Leben - wurde durch die melodramatischere Version eines Attentats ersetzt. Mit üppiger Ausstattung und exzellenter Besetzung gelang Girod die Beschwörung einer Epoche der gesellschaftlichen Veränderungen sowie das Porträt einer Frau, die ihrer Zeit voraus war. Romy Schneider als Bankiersfrau ist zerbrechlich wie kämpferisch.

Mo., 3.2., 23.10 Uhr, 3sat
Dokumentarfilm
Southern Comfort
(USA 2000) Robert Eads ist ein Cowboy mit scharfem Verstand und viel Humor. In Georgia/USA führt er ein scheinbar harmonisches Leben. Doch einige Mitmenschen reagieren feindselig, denn Eads wurde im Körper einer Frau geboren: Er nimmt Hormone und ließ sich die Brust entfernen. Als Robert Eads an Eierstockkrebs erkrankt, wird ihm von über 20 ÄrztInnen die Behandlung verweigert – ein Todesurteil. Die US-amerikanische Dokumentarfilmerin Kate Davis wollte ursprünglich diesen Skandal dokumentieren, doch dann verliebte sich Robert in die Transidentin Lola Cola, mit der ihn schon bald eine tiefe Beziehung verband. Ohne Kommentar und mit einer sensibel beobachtenden Kamera begleitet die Autorin die beiden während Roberts letzten Lebensmonaten und dokumentiert die liebevolle Zuwendung, die Eads von seiner Familie und seinen transsexuellen FreundInnen erfährt. Dabei gelingt es ihr, große Nähe zu ihren ProtagonistInnen aufzubauen. "Southern Comfort" gewann beim Sundance-Filmfestival den Großen Preis in der Kategorie Dokumentarfilm. Eine bewegende Liebesgeschichte und ein eindringliches Plädoyer für Toleranz.

Mi., 5.2., 17.25 Uhr, arte
Whg.: 9.2., 15.15 Uhr, arte
Fernsehfilm
Woanders scheint nachts die Sonne
(D 1997, R.: Rolf Schübel, D.: Julia Jäger, Gesche Blume-Werry, Ulrike Grote u.a.) Vera, alleinerziehende Mutter und Powerfrau, steht vor dem Höhepunkt ihrer Karriere als Ingenieurin. Da erfährt sie, daß sie HIV-positiv ist. Die Nachricht trifft Vera um so härter, da sie nicht weiß, was aus ihrer Tochter Taddy werden soll, wenn sie stirbt. Bevor sie Ersatzeltern gefunden hat, bricht die Krankheit aus. Einziger Lichtblick sind ihre schwulen Nachbarn Harry und Pit. Obwohl sie Vera schonungslos auf das vorbereiten, was sie erwartet, gelingt es den beiden mit ihrem Sarkasmus, Vera wieder aufzurichten. Am Ende entscheidet Taddy, bei wem sie bleiben möchte... - Ohne rührselig zu werden, erzählt der mehrfach mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Fernseh- und Dokumentarfilmregisseur Rolf Schübel eher nüchtern, aber mit einer Prise schwarzen Humors Veras Geschichte.

Fr., 7.2., 11.00 Uhr, RTL2
Whg.: Fr., 7.2., 2.15 Uhr, RTL2
Spielfilm
Mr. Wrong - Der Traummann wird zum Alptraum
(Mr. Wrong, USA 1995, R.: Nick Castle, D.: Ellen DeGeneres, Bill Pullman, Joan Cusack, Dean Stockwell, Joan Plowright u.a.) Alle finden, daß Karrierefrau Martha (Ellen DeGeneres!) endlich den Mann fürs Leben finden soll. Whitman scheint der gesuchte "Mr. Right" zu sein: gut aussehend, erfolgreich, wohlhabend usw. Doch kaum sind die beiden ein Paar, zeigt Whitman sein wahres Gesicht: besitzergreifend und extrem Mutterfixiert. Als seine Ex-Verlobte auftaucht, ist Martha ihres Lebens nicht mehr sicher... - Persiflage märchenhafter amerikanischer Liebesfilme, basierend auf einem realen Beziehungsdrama. Neben Sitcom-Star Ellen DeGeneres spielen Bill Pullman und Joan Cusack.

Sa., 8.2., 15.40 Uhr, 3sat
Dokumentation
... selbst ist die Frau
(D 2002) Trotz des gönnerhaften Titels: Im Jahr 2002 wurde in Deutschland erstmals ein Preis für Gründerinnen erfolgreicher Unternehmen verliehen. Gestiftet wurde der Preis von der Firma einer der prominentesten Unternehmensgründerinnen Deutschlands: Beate Uhse. In deren Anfangsjahren galt es noch als exotisch, als Frau einer Firma vorzustehen. Heute machen sich immer mehr Frauen selbständig – und gehen dabei seltener pleite als Männer. Thomas Kuschel zeigt, wie fünf Unternehmerinnen es auf unterschiedliche Art schaffen – trotz Doppelbelastung als Mutter oder Ehefrau.

So., 9.2., 13.15 Uhr, VOX
Spielfilm
Carrington
(GB 1994, R.: Christopher Hampton, D.: Emma Thompson, Jonathan Pryce u.a.) 1915 - Erster Weltkrieg. Bei Virginia Woolfs Schwester Vanessa Bell lernen sich der schwule Schriftsteller Lytton Strachey und die Malerin Dora Carrington kennen. 17 Jahre lang sind sie ein Paar. Beide haben Liebesbeziehungen mit anderen, aber auch eine sexuelle Beziehung miteinander. Um Lytton nicht zu verlieren, heiratet Carrington einen jungen Mann, in den dieser verliebt ist. Die Hochzeitsreise machen sie zu dritt. 1932 wird Lytton krank und verfällt unter den Augen seiner besorgten Gefährtin. - Obwohl der Film von Michael Holroyds Biografie "Lytton Strachey" inspiriert wurde, entschied Autor und Regisseur Christopher Hampton, die hochbegabte Malerin Carrington in den Mittelpunkt zu stellen. Schon 1976 hatte Warner ein Drehbuch in Auftrag gegeben, doch das Vorhaben verlief mehrmals im Sande. Erst 17 Jahre später war "Carrington" verfilmt. Der Film wurde 1995 in Cannes mit dem Preis der Jury, Jonathan Pryce als Bester Darsteller ausgezeichnet.

Mi., 12.02., 9.00 Uhr, RTL2
Comedy
Die wunderbare Welt des Schwachsinns
(2000) Brillante Sketche und furiose Szenen zum Thema "Von Berufen und anderen überflüssigen Tätigkeiten": Rowan Atkinson, der - in der Manier eines jungen Mr. Bean - einem Blinden über die Straße "hilft" und sich als schwuler Spion verdingt, die genialen Monty Pythons mit dem "Ministerium für Dumm Gelaufen" und weiteren Ausschnitten aus dem "Flying Circus". Außerdem: was passiert, wenn der Verkäufer im Fachgeschäft für Hörgeräte taub ist und warum die Polizei so gerne ins Röhrchen blasen läßt... (Weitere Folgen: 11.2., 13.2., 14.2., 18.2., 19.2., jeweils 9.00 Uhr)

Fr., 14.2., 20.15 Uhr, RTL2
Whg.: Sa., 15.2., 14.20 Uhr, RTL2
Spielfilm
Ein Freund zum Verlieben
(The Next Best Thing, USA 2000, R.: John Schlesinger, D.: Madonna, Rupert Everett, Benjamin Bratt u.a.) Die Yoga-Lehrerin Abbie (Madonna) und der schwule Landschaftsdesigner Robert (Rupert Everett) sind beste Freunde. Sie suchen beide einen Partner fürs Leben. Eines Nachts landen sie miteinander im Bett. Eine Erfahrung, die sie am liebsten vergessen würden - doch Abbie ist schwanger. Sie beschließen, ihr Kind gemeinsam großzuziehen. Über Jahre funktioniert das wunderbar, doch dann lernt Abbie ihren Traummann kennen und möchte mit dem Kind zu ihm nach New York ziehen. - Oscarpreisträger John Schlesinger inszenierte eine Komödie, deren Stimmung immer wieder zwischen Drama und feinstem Humor wechselt.

Sa., 15.2., 09.00 Uhr, WDR
Dokumentation
13 x Griechenland: Lesbos und Chios - Nördliche Ostägäis
Lesbos ist auch aufgrund seiner erdgeschichtlichen Funde eine besondere Attraktion Griechenlands: Der Paläontologische Park mit den versteinerten Bäumen gilt als einzigartig. Und natürlich wurde hier Sappho, die berühmteste Dichterin der Antike, geboren, die lesbisch bzw. bisexuell gelebt hat. Heute ist die Insel auch durch die Frauenkooperative in Petra bekannt, mit der Frauen ihre Existenz bestreiten. Die schönste Stadt der Insel, die Kunst von Dora Parisi sowie ein Porträt der Inselhauptstadt Mithilini sind weitere Themen dieser Dokumentation. Auf Chios folgen die FilmemacherInnen den Spuren von Homer, Korais und Christoph Columbus.

Sa., 22.02., 13.05 Uhr VOX
Spielfilm
Eine ganz heiße Nummer
("Boca A Boca", Spanien 1995, R.: Manuel Gómez Pereira, D.: Javier Bardem, Aitana Sánchez-Gijón u.a.) Victor träumt in Madrid von einer Karriere als Schauspieler. Bis dahin jobbt er bei einer Telefonsexagentur. Der schüchterne Bill ist von seiner Stimme angetan und eine Anruferin namens Amanda will Victor treffen. Nach einer gemeinsamen Nacht gesteht sie ihm, daß sie ihn benutzt hat, um sich an ihrem Mann zu rächen - den Victor als "Bill" kennt. Sie bittet Victor, ihren Mann zu verführen, und er läßt sich auf den Deal ein... - Flotte Komödie, bei der am Ende die Toleranz siegt. Javier Bardem erhielt für seine Rolle als Victor den Goya Award.

Ingrid Scheffer

television time