Was man sich für 2003 vornimmt

Der Silvesterabend ist für viele jedes Jahr der Zeitpunkt, um sich für das neue Jahr etwas wichtiges vorzunehmen.

Die guten Vorsätze also, etwas zu tun, was man schon lange vor sich her schiebt oder die man seit dem vorherigen Jahreswechsel auch nicht geschafft hat. Dererlei Vorsätze gibt es natürlich viele, sei es, mit dem Rauchen (mal wieder) aufzuhören, dem Partner oder der Partnerin öfter mal ein Kompliment zu machen, mehr für Schule, Studium oder Beruf zu tun & vieles mehr; kurz: man nimmt sich vor, ein besserer Mensch zu werden.

Die guten Vorsätze sind bekanntlich schnell gefaßt, aber hinterher sieht es mit der Verwirklichung so mancher Silvester-Schnapsidee nicht mehr so einfach aus. Das Rauchen aufzugeben ist immer schwieriger, als man dachte, und spätestens bei der "Zigarette danach" am Neujahrsmorgen ist dieses Vorhaben schnell vergessen.

So geht das auch mit vielen der anderen guten Vorsätze, die eigene Bequemlichkeit gewinnt leider oft zu schnell die Oberhand gegen die Ziele, die man sich zum Start des neuen Jahres gesetzt hatte. Auch Schwule und Lesben nehmen sich zu Silvester etwas vor, was sie im neuen Jahr besser oder anders machen können.

Titelthema Gegenpol hat für Euch in der Szene nachgefragt, welche guten Vorsätze Ihr schon für das kommende Jahr gefaßt habt.

Neben den üblichen Dingen kamen dabei auch ganz erstaunliche Antworten, die wir Euch hier präsentieren wollen. Einige sind dabei sicher zur Nachahmung empfohlen. Aber was immer Ihr Euch vorgenommen habt, Gegenpol wünscht allen dabei gutes Gelingen.

Michael (26, Dresden)

Für das neue Jahr hab ich mir vorgenommen, wieder mehr zu unternehmen. Viel Arbeit und wenig Zeit sollen demnächst nicht mehr als Ausrede herhalten. Vernachlässigte Kontakte zu Freunden & Bekannten, sowie Kneipentouren wie in alten Zeiten und vielleicht sogar Sport sind doch besser als die derzeitigen Alternativen Fernseher und Sofa. Zu Hause rumsitzen kann ich später auch noch.

Jetzt gilt es, den Hintern hoch zu bekommen und das Leben spontan zu genießen.

Davide (22, Dresden)

Vorsätze für das neue Jahr? Da gibt es für mich sicherlich viele – zum Beispiel: mehr Sport zu treiben, um fitter zu sein, vielleicht auch das Rauchen aufgeben oder andere gleichartige Dinge. Das wichtigste aber ist, ein ausgeglichenes Leben zu führen – jede Höhe und Tiefe so hinzunehmen wie sie sind; die Suche nach dem, was man wirklich möchte, nicht aufzugeben.

Sven (24)

Ich möchte mich im nächsten Jahr nicht mehr so um mich selbst kümmern. Das heißt, ich will mehr versuchen, mich intensiver mit meinen Freunden zu beschäftigen, so daß sich unsere Beziehungen und Freundschaften zueinander festigen. Ich habe in der letzten Zeit festgestellt, wie wichtig gute Freunde sind. Deshalb möchte ich diesen Schatz hegen und pflegen.

Frank (32, Leipzig)

Ich halte ja eigentlich nichts davon, sich zum Jahreswechsel etwas vorzunehmen. Wenn mir was nicht gefällt, mach ich es gleich und nicht erst im nächsten Januar. Soviel Selbstbeherrschung sollte eigentlich jeder besitzen. Aber bei einigen Dingen ist es einfach praktischer.

Zum Beispiel beim Rauchen: Hier kann man sich ja mit mehreren zusammenschließen und gemeinsam dran arbeiten. Ja sogar der Staat hilft dabei, indem er zum 01.01.2003 die Tabaksteuer anhebt.

Da sage noch jemand, niemand denkt an den kleinen Mann. (lacht)

Petra (32, Dresden)

Ich bin traditionell - die Diät und das Rauchen, hoffentlich hält's auch noch bis zum Sommer.

Marko (32, Dresden)

Nun, ich lebe ja nun schon lange nicht mehr zuhause, bin also ziemlich unabhängig, trotzdem habe ich es aber bisher nicht geschafft, bei meinen Eltern und den anderen Verwandten reinen Tisch zu machen. Soll heißen, ich bin immer noch nicht out bei denen. Naja, vielleicht klappt es nächstes Jahr, hab ich mir zumindest vorgenommen, kommt aber immer auf die Situation drauf an.

Mit Vorsatz ins neue Jahr