Gibt es eine dekonstruktive Politik?

Dekonstruktion baut ab, stellt in Frage, löst auf. Um die Gleichstellung aller Lebensweisen zu erreichen, sollen kollektive Momente der Gesellschaft in Frage gestellt werden, die ihre Mitglieder oder Anhänger vereinnahmen. Fußballvereine, Frauengruppen, Clubs, Parteien, Nationen, die Gesellschaft selbst – alle bauen, ob gewollt oder nicht, eine kollektive Identität auf. Wer nicht dazu gehört, wird als Andersdenkende, Andersfühlende, Andersliebende ausgegrenzt. Aber was kommt dann, wenn wir alles auflösen? Gibt es auch Gesellschaftskonzepte, in denen Menschen glücklich werden können, wie sie es wollen, wo sie eine – IHRE – eigene Identität entwickeln können? Kann Politik auf diesem Weg behilflich sein oder sind andere Lösungsansätze notwendig?

Kollektives Handeln unter der Voraussetzung aufgelöster Kollektivität soll im Mittelpunkt der Februar-Veranstaltung des queer labor stehen.

Die Veranstaltungsreihe queer labor findet jeden ersten Donnerstag im Monat um 19 Uhr im Liebknecht-Haus (Leipzig, Braustraße 15) statt. Alle Interessierten sind dazu ganz herzlich eingeladen.

Weitere Informationen gibt es unter www.queerlabor.de.vu Die nächsten Termine sind der 05.02.2004 und der 04.03.2004.

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