Management Diversity versus queer?

Management Diversity beinhaltet einen Ansatz, wirtschaftliche Zusammenhänge und Abläufe in Unternehmen auf Diskriminierungen hin zu untersuchen und diese zu vermindern. Das Individuum und dessen Leistungsfähigkeit wird in den Mittelpunkt gestellt.

Diskriminierungen schmälern die Arbeitsleistung und sind deshalb abzustellen. Angestrebt wird eine soziale Individualisierung, bei der es dann egal ist, ob mensch lesbisch, schwul oder heterosexuell ist. Hauptsache, die zwischenmenschlichen Bindungen sind nicht zu komplex und nehmen nicht zu viel Raum ein. Auch dies würde die Arbeitskraft verringern. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage nach einer wechselseitigen Beeinflussung von Management Diversity und queer. Letzteres setzt neben unbedingte Diskriminierungsfreiheit, die Gleichstellung aller Lebensweisen und eine radikale Herrschafts- und Kapitalismuskritik. Ist Management Diversity das kapitalistische Pendant zu queer? Wie kann queer einen Nutzen ziehen und radikale Veränderungswünsche umsetzen?

Management Diversity und queer und das Verhältnis zwischen beiden, bestimmen den Inhalt der März-Veranstaltung (04. März) des queer labor. Die Veranstaltungsreihe queer labor findet jeden ersten Donnerstag im Monat um 19 Uhr im Liebknecht-Haus (Leipzig, Braustraße 15) statt. Weitere Informationen unter www.queerlabor.de.vu.

queer labor