Soloprogramm mit Michael Frowin

Als Künstler und Mitorganisatorder Dresdner AIDS-Gala ist Michael Frowin in der Dresdner Szene bekannt geworden. Zuvor holte er sich am Düsseldorfer Kom(m)ödchen kabarettistische Pubertätspickel und in Berlin einen bundesweiten Gesangspreis. Er schrieb unhehre Texte für die Ostberliner "Distel" und die "Herkuleskeule", bevor ihn Keulenchef Wolfgang Schaller ins Dresdner Ensemble holte, damit Frowin endlich weiß, wo er als "Quotenwessi" hingehört. Seitdem spielt, singt, schreibt und inszeniert er an der Keule gleichzeitig und hatte trotzdem noch Zeit, heimlich für die Neuköllner Oper Berlin ein Nationalepos über Angela Merkel zu schreiben. Es ist also nur eine logische Folge, daß er nun in seinem neuen Soloprogramm simultan als conferierender Entertainer mit seiner hessischen Tante Erika und mit seinem Cowboy-Traumbild "Schlaflos im Sattel" sitzt und spielend und mit der Jens-Wagner-Band musizierend erklärt, warum er sich im Leben so schwer entscheiden kann: Soll er eine Frau oder einen Mann heiraten, Reichtum oder innere Werte anstreben, Amboß oder Hammer sein?

Existentielle Fragen über Fragen – Michael Frowin hat nichts zu lachen. Aber die Zuschauer um so mehr. Die Herkuleskeule Dresden verspricht ein kabarettistisches Feuerwerk, daß der Regisseur Rüdiger Volkmer zum Zünden bringt und der Künstlerische Leiter Wolfgang Schaller auf DIN-gerechten Ablauf überwacht und an dessen Knallern neben Frowin auch andere Autoren von Martin Meier-Bode über Philipp Schaller, Christian Ehring und Edith Jeske bis Dietmar Jacobs mitgemixt haben.

Premiere hat das Stück am 18. März 2004.

Schlaflos im Sattel