Dresden ist unsere Stadt!

Dresden verbindet Tradition und Moderne, Geschichte und Gegenwart und Menschen unterschiedlicher Herkunft und Weltanschauung. Lesbische, schwule, bisexuelle und transsexuelle BürgerInnen gehören dazu. Sie gestalten mit an der Gesellschaft, bringen sich politisch ein, drücken sich kulturell aus und schaffen Räume für Kommunikation und Geborgenheit, Kreativität und Engagement. Sie fördern Toleranz, schlagen Brücken zwischen den unterschiedlichen Erfahrungswelten und machen das Leben in Dresden bunt und anziehend.

Deshalb ist es an der Zeit, ein Plädoyer für ein Homo-, Bi- und Transexuellen-freundliches Dresden zu veröffentlichen und alle BürgerInnen - in Politik, Bildungswesen, Kultur und anderswo - dazu aufzurufen, sich für die soziale, kulturelle und juristische Akzeptanz von Minderheiten einzusetzen- auch im Namen der Minderheiten, die wegen Sexualität oder Geschlechtsidentität diskriminiert werden! Dieses Plädoyer tritt für ein lebensfrohes, offenes Dresden ein; für ein Dresden, das im neuen Jahrtausend angekommen ist.

Offenheit wirkt anziehend. Das zeigt die Entwicklung in großen Städten wie Berlin, Köln oder Hamburg schon seit einiger Zeit. Dort profitieren Geschäfte und Gastronomie, Kultureinrichtungen und soziale Netzwerke von den Menschen, die sich von bunten und offenen Stadtteilen anziehen lassen - von Stadtteilen, in denen verschiedene Kulturen und Lebensstile Räume finden können. Und in diesen Stadtteilen können auf der Basis wachsender Toleranz auch alle Kräfte gegen Fremdenfeindlichkeit und Hass gegenüber Minderheiten gebündelt werden. Deutschland braucht Städte, in denen Zivilcourage und Offenheit eine tolerante Atmosphäre schaffen. Nur in solchen Städten wird die kulturelle, wirtschaftliche und politische Kooperation mit ausländischen Institutionen und Betrieben eine Zukunft haben. Nur solche Städte werden langfristig verhindern, dass Deutschland stagniert und am internationalen Dialog scheitert.

Dresden galt früher als das "Tal der Ahnungslosen". Doch hier äußerten Menschen ihren Unmut und gingen auf die Straßen, um für Offenheit und Beweglichkeit zu demonstrieren. Die Dresdner BürgerInnen haben gezeigt, dass sie ihre Grenzen selber bestimmen und ihr Verständnis von Freiheit selbständig gestalten wollen. Freiheit ist aber immer auch am Maß der Freiheit von Minderheiten zu messen - an der Freiheit von JüdInnen, Behinderten, Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen... Diese Freiheit darf kein leeres Versprechen bleiben. Sie muss umgesetzt werden in Dialogbereitschaft, Aufklärung, juristischen Schutz und Förderung von Selbsthilfe- und Jugendhilfearbeit. Gelebte Akzeptanz von Minderheiten führt nicht zum Verlust der Werte, sondern zum Gewinn an Ehrlichkeit, Anziehungskraft, Profil und Lebensqualität.

Deshalb fordern wir alle Dresdner BürgerInnen zum mutigen Einsatz für Toleranz und Akzeptanz auf! Zeigen Sie Zivilcourage und Offenheit für Minderheiten!

Machen Sie mit Ihrem Handeln auch deutlich, dass Homosexualität eine (unter vielen) schönen Möglichkeiten von Liebe und Sexualität ist. Stellen Sie sich gegen das Schweigen, gegen Ignoranz, gegen homophobe Gewalt und für die ehrlich gemeinte Akzeptanz und die volle rechtliche Gleichstellung homosexuell, bisexuell und transsexuell lebender BürgerInnen.

Denn Dresden ist unsere Stadt!

Wir informieren Sie gern umfassend zu unserer inhaltlichen Arbeit.

Bitte nehmen Sie dazu Kontakt zu uns auf!

Gerede - Dresdner Lesben, Schwule, Transen und alle Anderen e.V.
Prießnitzstraße 18
01099 Dresden
Telefon: (03 51) 8 02 22 51
Fax: (03 51) 8 02 22 60
www.gerede-dresden.de

Das Leben ist bunt !!!