Plakataktion von Schwubs Zwei Wochen lang hingen im Görlitzer Stadtgebiet Plakate mit dem Aufruf zur Toleranz gegenüber Homosexuellen. Eine Vielzahl von Bürgern hatten die EU-blauen Plakate registriert und die Initiative Schwubs auf die Plakataktion angesprochen. Es gab dabei viel Zustimmung und Lob, daß ein solches Thema öffentlich gemacht wurde. Auch einige Homosexuelle meldeten sich, die Kontakt zu Gleichgesinnten suchten und über die Plakate auf Schwubs aufmerksam geworden waren.

Größere Anfeindungen gab es nicht. Keines der 75 Plakate wurde mit homophoben Parolen beschmiert. Mit solchen Reaktionen hatten ähnliche Kampagnen in Krakau/Polen und Berlins türkisch gefärbten Stadtteilen in den letzten Wochen zu kämpfen.

Einige polnischsprachige Plakate wurden zerrissen. Schwubs hat ein Reizthema öffentlich gemacht, dem sich die polnische Mentalität erst langsam öffnet. Hatte doch erst im Juni der Bürgermeister von Warschau Lech Kaczyński in seiner Stadt die diesjährige Parada Równości – entspricht dem Christopher Street Day – verboten.

Damit hatte er europaweit Protestaktionen ausgelöst. Auch Politiker, wie Klaus Wowereit und Volker Beck, haben öffentlich die Haltung Polens verurteilt. Auch die Initiative Schwubs hatte dem Warschauer Bürgermeister einen offenen Brief zugesandt.

Auch wenn kaum direkte Anfeindungen während der Plakataktion zu spüren waren, so berichten nach wie vor viele Schwule und Lesben von Diskriminierungen im Bekanntenkreis oder der eigenen Familie. Deswegen sind die Organisatoren in ihrer Idee bestärkt, mit den Plakaten in die nächste Stadt in der Oberlausitz zu ziehen und die Menschen zu mehr Toleranz aufzurufen.

Mehrfach sind während der Plakataktion auch Anfragen eingegangen, wo die Plakate für den Privatgebrauch erhältlich sind? Alle Interessierten wenden sich bitte an: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Plakataktion von Schwubs