Ergebnis der Fragebogenaktion

Nachdem auch mit der Unterstützung durch den Gegenpol im Dezember viele Hetero- und Homosexuelle bereit waren, persönliche und intime Fragen anonym zu beantworten, hat die Gymnasiastin Eva B. ihre Belegarbeit für das Fach Ethik mit dem Thema "Schwule in der Gesellschaft" fertiggestellt.

Die Betrachtung von Homosexualität in verschiedenen Epochen beginnt in der Antike und führt über Mittelalter und Christentum sowie die Lage im geteilten Deutschland zu den aktuellen Gegebenheiten der Gegenwart.

Die Umfrage unter heterosexuellen Probanden ergab beispielsweise, daß sich gut Dreiviertel für eine Gleichberechtigung von Homosexuellen aussprechen.

Als wesentlicher Diskriminierungspunkt wurde das Familienrecht angeprangert. Ebenso sind Dreiviertel der Befragten für die sogenannte Homoehe. Über 80% gaben an, im eigenen Umfeld unproblematischen Kontakt zu Schwulen zu haben oder gehabt zu haben. Nur etwa einem Fünftel ist das Thema egal.

Die Auswertung der an Homosexuelle gerichteten Fragebögen zeigte, daß nur jeder Zehnte die Entwicklung seiner Homosexualität bewußt vollzogen hat.

Die anderen traten erst später nach Unsicherheit, Doppelleben und Verstecken mit einem Outing den Schritt in ein offen schwules Leben. Lediglich 5% sind ungeoutet. 64% der Befragten leben in einer Beziehung, aber nur 23% würden eine Ehe in Betracht ziehen.

sfx

Weitere Informationen zur Arbeit und zu Eva können im Online-Forum auf www.gegenpol.net nachgelesen und diskutiert werden.

Schwule in der Gesellschaft