Angebot der Caritas für Eltern homosexueller Töchter und Söhne

Seit Februar 2005 bietet die Beratungsstelle für homosexuelle Männer und Frauen der Caritas gemeinsam mit der Magdeburger Kontakt- und Beratungsstelle für Selbsthilfegruppen einen Gesprächskreis für Eltern homosexueller Söhne und Töchter an.

"Es gibt kaum ein Ereignis, das die Eltern-Kind-Beziehung mehr verändert und auf die Probe stellt wie das Coming out des Sohnes bzw. der Tochter", weiß Hans-Peter Schulze von der Beratungsstelle. Eltern entwickeln bewußt oder unbewußt Phantasien und Pläne über die Zukunft ihrer Kinder. Ein schwuler Sohn und eine lesbische Tochter stellen dies alles in Frage. Die eigene und die Zukunft des Kindes sieht plötzlich nicht mehr so rosig aus.

Die Eltern machen sich Sorgen um die berufliche Laufbahn des Kindes und sie sehen, wie sich die eigenen Vorstellungen über eine Zukunft mit Enkelkindern und Schwiegertochter oder Schwiegersohn in Luft auflösen.

Angst vor Aids, Diskriminierung und Vorurteile und Berührungsängste sind Probleme, mit denen Angehörige konfrontiert sind.

"In einer Situation, in der man scheinbar auf sich allein gestellt ist, ist diese Problembewältigung nicht immer einfach", führt Schulze aus. Daß man als Angehöriger eben nicht allein ist, sondern Hilfe und Unterstützung bei anderen finden kann, ist dabei der Grundgedanke der Elterngruppe, welche die Caritas seit Februar anbietet. Die Eltern können im Austausch mit anderen Betroffenen über ihren Kummer und ihre Sorgen sprechen.

Die Elterngruppe trifft sich in der Kontakt- und Beratungsstelle für Selbsthilfegruppen der Caritas im Breiten Weg 251 in Magdeburg. Der nächste Termin ist der 13. April um 18.00 Uhr. Das Angebot wendet sich an alle interessierten Eltern homosexueller Kinder.

Kontakt über:
Caritas-Beratungsstelle für homosexuelle Männer und Frauen
Karl-Schmidt-Straße 5c, 39104 Magdeburg
(03 91) 520 94 02
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Kontakt- und Beratungsstelle für Selbsthilfegruppen (KOBES)
Breiter Weg 251, 39104 Magdeburg
(03 91) 620 83 20
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