Beratung für Eltern Homosexueller

Man selbst verarbeitet seine eigene homosexuelle Erkenntnis oft über eine lange Zeit. Dagegen wirkt ein Coming Out auf das persönliche Umfeld überraschend und unvorbereitet. Vor allem Eltern wissen oft nicht, wie sie damit umgehen sollen. Da brechen Wunschvorstellungen wie ein Kartenhaus zusammen, wenn es zum Beispiel heißt, daß der Sohn keine Schwiegertochter nach Hause bringt, oder daß keine Enkelkinder zu erwarten sind. Aber auch Sorgen über die Zukunft oder die Gesundheit des Kindes bestimmen das Verhalten.

Auch Eltern müssen das Coming Out ihrer Kinder verarbeiten. Aufgrund fehlender Erfahrung mit der Materie sind entsprechende Anlaufstellen für Rat und Hilfe eine sinnvolle Unterstützung. Diese werden meist von gleichgesinnten Personen, welche ähnliche Situationen schon durchgemacht haben, organisiert.

In Dresden gibt es beim Gerede e.V. eine spezielle Elterngruppe, die sich einmal monatlich trifft, um sich gegenseitig zu helfen und um Erfahrungen auszutauschen. Da ratsuchende Eltern oder Angehörige nach dem Coming Out ihrer Kinder oft noch Berührungsängste haben, in einer Gruppe aufzutreten, hat sich eine Telefonberatung bewährt. Unter der Nummer 0351-8302369 ist die Gruppe jeweils von 6 bis 24 Uhr telefonisch erreichbar. Darüber hinaus gibt es das Angebot, private Gespräche in entspannter Atmosphäre wahrzunehmen.

Über den Verein erhält die Gruppe Schulungen, Infomaterialien und die Möglichkeit an den jährlichen Kongressen des "Bundesverband der Eltern, Freunde und Angehörige Homosexueller" teilzunehmen. Über diesen Weg ist die Gruppe auch für die Beratung bei Transidentität zertifiziert.

Nicht zuletzt informiert die Elterngruppe über Veranstaltungen und Vorträge, beispielsweise den alljährlichen Christopher Street Day in Dresden, wo man mit einem Stand regelmäßig selbst vertreten ist.

sfx

Mein Kind ist anders