Staatsministerin Helma Orosz stiftete einen Preis für herausragende Leistungen im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit. Anläßlich der vierten Dresdner AIDS-Gala gab die Ministerin bekannt, daß sie damit die Öffentlichkeit für eine notwendige Prävention sensibilisieren wolle. Zugleich müsse der Gedanke, sich für andere zu engagieren, unbedingt in noch größere Teile der Bevölkerung getragen werden.

Ausgezeichnet werden können einzelne Personen, aber auch Vereine oder Projekte, die auf dem Gebiet der AIDS-Prävention oder der Betreuung HIV-Infizierter und AIDS-Kranker vorbildhaft aktiv sind. Die Preisverleihung wird im Rahmen der jährlichen Dresdner AIDS-Gala stattfinden; erstmalig im Jahr 2007. Bewerbungen und Vorschläge für die Prämierung nimmt das Sächsische Staatsministerium für Soziales ab sofort entgegen.

Hintergrund der Initiative sind kürzlich veröffentlichte Daten des Robert-Koch-Instituts, wonach die Zahl der HIV-Neuinfektionen im Jahr 2005 um 30 Prozent gestiegen ist. HIV und AIDS, aber auch andere sexuell übertragbare Krankheiten sind demnach wieder auf dem Vormarsch. Als Hauptursache nannte die Ministerin das nachlassende Schutzverhalten bei Sexualkontakten. Herkömmliche Präventions- und Aufklärungsmethoden scheinen die Zielgruppen immer weniger zu erreichen. Neue Wege sind erforderlich, um besonders junge Leute für die tödliche Erkrankung zu sensibilisieren und den Gebrauch von Kondomen zu propagieren, ohne mit dem erhobenen Zeigefinger belehrend zu wirken.

Kampf gegen AIDS