Die Szene lebt online?

Wir sind mittlerweile sehr abhängig von Computer und Internet. Man merkt erst, wie hoch diese Abhängigkeit ist, wenn das gute Stück mal nicht so will, wie man selbst. Gerade die Vorbereitungen und die Arbeit an jeder aktuellen Gegenpol-Ausgabe wäre ohne Computer, eMail und Internet undenkbar, ganz zu schweigen von unserer Online-Ausgabe unter www.gegenpol.net.

Nun gibt es dank der Computertechnik und des Internets nicht nur Arbeit und Informationen zu entdecken, vielmehr haben Spaß, Lifestyle, Online-Dating und Sex einen großen Stellenwert im Internet eingenommen. Kennenlernen und One-Night-Stands sind unkomplizierter geworden, aber auch anonymer und unverbindlicher. Alle User, die Dating-Portale wie Gayromeo oder Gaydar benutzt haben, können sicher ein Lied von Fakern oder stundenlangen Chatgeplauder, welches dann doch zu nichts führte, singen.

In dieser Gegenpol-Ausgabe soll es aber um ein anderes Problem gehen. Jeden Abend tummeln sich hunderte Schwule und Lesben online auf den diversen Gay-Portalen, bequem von zuhause aus, aber die Szenelokale bleiben nur mäßig besucht. Liegt das wirklich am Internet? Wir beleuchten diese Frage ausführlich in dieser Ausgabe, in der es natürlich noch mehr zu entdecken gibt.

Viel Vergnügen mit dem Gegenpol im Mai.

Myrko

Editorial