Rosalinde organisiert Fahrt zum Warschauer CSD

Seit Monaten steht die homosexuellenfeindliche Politik Polens und besonders die des Präsidenten Lech Kaczynski im öffentlichen Interesse. Trotz Intervention des Europäischen Gerichtshofs verbot Kaczynski, ehemaliger Bürgermeister Warschaus, mehrere CSD-Veranstaltungen der früheren Jahre.

Geschichte wiederholt sich - dies zeigt sich gerade im Polen des 21. Jahrhunderts. Denn dort werden Homosexuelle als Sündenböcke angesehen. Dazu kommt die erzkatholische Einstellung vor allem des Staatspräsidenten. "Homosexualität ist in seinen Augen unnatürlich und eine Gefahr für die Zivilisation. Über die Einleitung der national-konservativen Kehrtwende hinaus droht der Law-and-Order-Verfechter mit der Wiedereinführung der Todesstrafe", erklärt Daniel Gollasch vom RosaLinde e.V. Leipzig. Es ist europäischen PolitikerInnen und zahlreichen Unterstützern aus alle Welt, die sich in vorderen Reihen der Demonstration postierten, zu verdanken, daß im letzten Jahr der CSD in Warschau trotz eines Verbotes stattfinden konnte.

Auch in diesem Jahr soll es den CSD in Warschau geben. Doch dazu benötigen die polnischen Schwulen und Lesben wieder Unterstützung aus dem Ausland. Der Leipziger Rosa Linde e.V. möchte sich mit einer Aktion beteiligen. Am 9. Juni fährt ein Bus in Richtung Warschau. Nach der Demo wird die Rückreise angetreten. Die Teilnahme kostet 55 Euro. Informationen beim Rosa Linde e.V.

MM

Protest gegen polnische Regierung