Rechtes Konzert abgesagt

Nach dem vom Leipziger Schwulen- und Lesbenzentrum RosaLinde Leipzig e.V. organisierten Protest gegen das geplante Konzert der finnischen Band "Impaled Nazarene" (zu deutsch aufgespießter Nazarener) haben die Veranstalter das einzig Richtige getan und das für den 15. Mai geplante Konzert ersatzlos abgesagt. Die Band war unter anderem durch ihren Titel "Zero Tolerance" in die Kritik geraten, da in diesem gegen Schwule gehetzt und zur Vergewaltigung lesbischer Frauen aufgerufen wird.

"In den Liedern der Band wird Homosexuellen das Lebensrecht abgesprochen und zur Vergewaltigung lesbischer Frauen aufgerufen", so Daniel Gollasch - Vorstand der RosaLinde. So heißt es in Zero Tolerance: "Listen your fucking homo boys, your time has come and if you are a lesbian, you still got a cunt to rape". Damit wird die Grenze von Meinungsfreiheit zur Volksverhetzung deutlich überschritten. Durch die Arbeit der Vereine und die Einschaltung der Generalstaatsanwaltschaft hatte sich einer breite Front gegen das Konzert gebildet. "Die Entscheidung der Veranstalter ist die einzig Richtige und verdient unseren Respekt. Die Betreiber der Rockstation gehören nicht in die rechte Ecke und haben dies durch die Einsicht, daß eine solche Band nichts in Ihren Vereinsräumen verloren hat, deutlich unterstrichen", sagte RosaLinde-Vorstand Daniel Gollasch abschließend.

Protest gegen Band