Auftakt zu "Positive Begegnungen 2006 - Konferenz zum Leben mit HIV und AIDS"

Angesichts einer – auch in Sachsen – steigenden Zahl von HIV-Neudiagnosen ist der August in Leipzig dem Thema HIV und AIDS gewidmet.

Vom 17. bis 31. August stellt die AIDS-Hilfe Leipzig e.V. prämierte Bilder des V. Konrad Lutz Preises in der Unteren Wandelhalle im Neuen Rathaus aus. Die Vernissage findet am 17. August um 19.00 Uhr statt.

Der Konrad Lutz Preis ist ein Gestaltungswettbewerb für Menschen mit HIV und AIDS und deren engstes Umfeld. In Bildern wird ausgedrückt, was es heißt, als HIV-Positive/r in unserer Gesellschaft zu leben. Immerhin wurden 113 Werke für den V. Konrad Lutz Preises zum Motto "...zeiträume" eingereicht und von einer unabhängigen Jury bewertet.

ie Vernissage bildet den Auftakt zur Veranstaltung "Positive Begegnungen 2006 – Konferenz zum Leben mit HIV und AIDS", welche die Deutsche AIDS-Hilfe vom 24. bis 27. August in Leipzig durchführt. Die Konferenz beleuchtet die sozial- und gesellschaftspolitischen Bedingungen für Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen wie AIDS und möchte dazu beitragen, die Selbsthilfebewegung in Deutschland zukunftsfähig auszurichten. Einen thematischen Vorgeschmack bietet hierzu eine Eröffnungsveranstaltung, welche die Vernissage zum Konrad Lutz Preis begleitet.

Unter dem Motto "Sex macht Spaß – Safer Sex Sinn" lädt die AIDS-Hilfe Leipzig zu einer Podiumsdiskussion ein, die von Juergen Schulz vom MDR moderiert wird. Teilnehmer sind der Staatssekretär Dr. Albert Hauser vom Sozialministerium Sachsen, der Sexualwissenschaftler Prof. Dr. Kurt Starke, der HIV-Spezialist Prof. Dr. Bernhard Ruf vom Städtischen Klinikum St. Georg Leipzig, der AIDS-Präventionist Guido Vael aus München, die Sexpertin, Kommunikationswissenschaftlerin sowie Betreiberin eines "Sexklusivitätenshops" in Berlin Dr. Laura Meritt und der Leipziger Kabarettist und Liedermacher Clemens Wachenschwanz, der auch für die musikalische Untermalung des Abends sorgt.

Die Diskutanten werden mit zahlreichen Fragen konfrontiert, zum Beispiel: Was bedeuten steigende Zahlen bei den Neuinfektionen für die Präventionsarbeit? Mit welchen Präventionsbotschaften sind junge Menschen zu erreichen? Gibt es eine "Kondommüdigkeit"? Ist Liebe ein Risikofaktor? Was ist eigentlich Safer Sex?

Auch die sinkenden Mittel in der AIDS-Prävention werden thematisiert. Hans Probst, Leitender Sozialarbeiter der AHL, erläutert: "Wir möchten mit der Veranstaltung auf Gefahren hinweisen, die Einsparungen mit sich bringen. Unserer Meinung nach heißt in der AIDS-Prävention zu sparen, mit der Gesundheit und dem Leben von Menschen zu spielen."

Die anwesenden Spezialisten steuern ihre spezifische fachliche Perspektive bei, um die Diskussion inhaltlich zu bereichern. Auch mit dem Konrad Lutz Preis, den Uli Meurer vom Netzwerk plus ausführlich vorstellt, setzen sich die Experten auseinander. Sie erörtern, welche Signale von einer Kunst-Ausstellung in Hinsicht auf AIDSPrävention und den Umgang mit HIV-Positiven ausgehen können.

Alle weiterführenden Infos und aktuelle Links zum Thema unter leipzig.aidshilfe.de

Ausstellung zum Konrad Lutz Preis