Gedenkstein für Rosa-Winkel-Häftlinge im KZ Buchenwald

Als am 13. April 1945 das Konzentrationslager Buchenwald von amerikanischen Truppen der US-Armee befreit wurde, gingen für die Inhaftierten Jahre voller unmenschlicher Behandlung zu Ende. Sie wurden eingesperrt auf Grund ihrer Herkunft, ihrer ethischen und religiösen Einstellung, ihrer geistigen Behinderung oder sexuellen Orientierung. Etwa 10.000 Schwule kamen wegen "rassenvernichtender Entartung" in Konzentrationslager, wo der größte Teil grausam ums Leben kam oder zu medizinischen Experimenten mißbraucht wurde. So z.B. in Buchenwald: den Opfern wurden Hormone implantiert, die sie heterosexuell machen sollten.

Im Konzentrationslager auf dem Ettersberg waren etwa 650 Homosexuelle als "Rosa Winkel - Häftlinge in sogenannter Schutzhaft. Vor allem Schwule erlebten nur selten die Solidarität Mitgefangener, die für ein Überleben so notwendig war. Sie wurden auf Befehl der Lagerleitung isoliert und mußten bei reduzierter Ernährung besonders harte Arbeit leisten.

Am 3. September 2006 errichtet die "Initiative für einen Gedenkstein für die Rosa-Winkel-Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald" ein Mahnmal für die auf Grund ihrer Sexualität Inhaftierten. Der Initiative gehören u.a. verschiedene Vereine und Organisationen, die sich mit dem Thema "Homosexualität" auseinandersetzen, Privatpersonen, die Gedenkstätte Buchenwald und der Alternative 54 e.V. an. Die Gedenkveranstaltung beginnt um 14 Uhr. Musikalisch umrahmen wird sie der schwule Chor "Die Tollkirschen" aus Leipzig. Im Anschluß daran gibt die AIDS-Hilfe Weimar & Ostthüringen einen Empfang im Hotel Elephant in Weimar.

Es dauerte einige Zeit, bis auch im ehemaligen KZ Buchenwald mit einem Gedenkstein der Rosa-Winkel-Häftlinge erinnert wird. Gedenken wir nun der Initiative, die es möglich machte, uns an sie zu erinnern mit einer Spende: Bank für Sozialwirtschaft, BLZ: 860 205 00, Kontonummer: 3 536 200, Betreff: Rosa Winkel

Erinnern und Mahnen