Eine Brücke zwischen Positv und Negativ

Wie leben HIV positive Menschen in Dresden? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, denn aus Angst vor Stigmatisierung bekennt sich kaum ein Betroffener öffentlich zu seinem Positivsein. HIV sowie AIDS gelten nicht nur in Dresden immer noch als Erscheinung von Randgruppen und sind für einen Großteil der Bevölkerung nicht existent. Die ins Hysterische gesteigerte Angst vor Ansteckung zieht nach wie vor tiefe Gräben zwischen dem negativen und dem positiven Teil der Bevölkerung. Auch innerhalb der schwulen Szene outet man sich nicht als Poitiver, denn auch unter Homosexuellen droht Ausgrenzung. Die Toleranz, die wir jedes Jahr zum CSD von der Gesellschaft einfordern, sind wir oft nicht bereit selbst zu geben.

Das Dresdner Projekt "Statt Dir!" hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Brücke zwischen beiden Teilen zu schlagen und die öffentliche Wahrnehmung zu sensibilisieren und zu erweitern. Aus diesem Grund suchen Franziska und Frank, die Urheber des Projektes, positive Dresdner, die bereit sind, über ihr Leben mit HIV zu sprechen. In enger Zusammenarbeit mit den Interviewpartnern soll eine Fotografie entstehen, die Wünsche, Ängste und Lebenswirklichkeit der Betroffenen einfängt, ohne sie jedoch selbst abzulichten.

Die Fotografien sollen später im Rahmen einer Ausstellung präsentiert werden.

Bei Interesse und für nähere Informationen: www.stattdir.de und unter der eMail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Statt Dir!