Die Bogenschützen in Antwerpen

Dreimal Gold und einmal Silber hieß es für die Athleten vom Schwul-Lesbischen Sportverein "Der Bogenschütze" aus Dresden bei den diesjährigen EuroGames. Bei der 11. Auflage der europäischen Sportmeisterschaften für Schwule und Lesben trafen sich vom 13. bis 15. Juli in Antwerpen (Belgien) 3500 Sportler aus 30 Ländern zu den Entscheidungen in zwölf Sportarten.

Eine Menge Glück hatten die sieben Dresdner Frauen vom Volleyballteam Queerpass. Drei Niederlagen in vier Vorrundenspielen warfen die Elbestädterinnen, die erst im Juni ihren Meistertitel in der Schwul-Lesbischen Volleyball Liga verteidigt hatten, beinahe vorzeitig aus dem Rennen. Doch über die Hoffnungsrunde schafften die Volleyballerinnen den Sprung ins Halbfinale. Dort platzte der Knoten. Im Finale setzten sich die Dresdnerinnen souverän mit 2:0 gegen die Playmaids Icketown aus Berlin durch und feierten damit den Sieg im B+-Level.

Für die beiden Volleyballmänner, die mit drei Spielern der Rosa Löwen aus Leipzig und einem Prager Volleyballer ein Team im C-Level bildeten, lief es ebenso goldig. Als Gruppenerste zogen sie ins Viertelfinale ein und spielten sich ebenfalls bis ins Endspiel durch. Dort lieferten sie sich mit den Incredibles aus Großbritannien eine spannende Partie, in der die Entscheidung zugunsten der Sachsen erst im dritten Satz fiel.

Einmal Gold und einmal Silber fischte Katja Gläss (Foto) als einzige Teilnehmerin des jungen Bogenschützen-Schwimmteams aus dem Becken des Olympisch Zwembad Wezenberg. Erst im Januar dieses Jahres hatte sich die Schwimmgruppe gegründet, trainiert wurde wöchentlich in der Schwimmhalle in der Freiberger Straße. Im Feld der 400 Teilnehmer feierte sie in Belgien in der Altersklasse 25 prompt den Sieg über 100 m Rücken. Im 50-m-Freistilsprint schwamm die Dresdnerin auf den zweiten Platz. www.bogenschuetzen-dresden.de

3 Titel bei den EuroGames