Schwule Politiker, Schauspieler und andere öffentliche Personen so weit das Auge reicht. Doch wo bleiben die Lesben? Die mediale Präsenz und damit auch die Auseinandersetzung mit homosexuellen Männern ist deutlich höher als die von Lesben. Die in den Medien wirksamen geouteten homosexuellen Frauen, die nicht im Sport angesiedelt sind, sind rar. Die lesbische Frau wird so zweifach benachteiligt: Als Frau in der patriarchalen Gesellschaft, die den Mann mehr akzeptiert als die Frau, und als homosexuelle Frau innerhalb der Gesellschaft, genau wie der homosexuelle Mann, als Minderheit, die immer noch nicht als "normal" akzeptiert ist.

Wie kann das zweifache Dilemma der lesbischen Frau aufgelöst werden? Wie können Frauen die gleiche Präsenz erreichen wie Schwule? Ist es möglich und Anliegen der Homo-Gemeinschaft in sich die klassischen patriarchalischen Strukturen aufzulösen?

Das Forum Feminarum der grünen Hochschulgruppe Leipzig diskutiert mit Prof. Dr. Ilse Kokula. Sie ist Historikerin in Berlin und gilt als Pionierin der Lesbenforschung. 1989 war Ilse Kokula erste Gleichstellungsbeauftragte Berlins, momentan engagiert sie sich in der Debatte um das Homo-Mahnmal in Berlin.

Vortrag
Das zweifache Dilemma der lesbischen Frau
Dienstag, 17. Juli 2007, 19:30
Frauenkultur Leipzig

Das zweifache Dilemma der lesbischen Frau