Rückblick

"Oh, das sind ja viele Verrückte!", so wurde die Dresdner CSD-Demonstration von einer älteren Dame klassifiziert, kurz bevor die Parade mit über 2200 Lesben, Schwulen und Transen auf den Theaterplatz einschwenkte.

Der Christopher-Street-Day stand in diesem Jahr unter dem Zeichen der "Regenbogenfamilien". Lautstark demonstrierten die Teilnehmer am 9. Juni für gleiche Rechte von Homo- und Transsexuellen und warben für alternative Lebens- und Familienmodelle. Einige haben sogar ihre Kinder mitgebracht, die ebenfalls mit Regenbogenfahnen winkten. Auch vom traditionellen Regenguß ließen sich die Demo-Teilnehmer nicht abschrecken. Der Schauer sorgte für eine willkommene kurze Abkühlung an dem sonst heißen und sonnigen schwul-lesbischen Feiertag. Traditionell führten die Motorradfahrer und -fahrerinnen die Parade an. Neben den bunt geschmückten Wagen von Gerede, SchLaU, dem NastyLoveClub, den Chemnitzer Crazy Friends und der SPD nahm unter dem Motto "JUng und Sächsy - Die JUngen in der CDU" erstmals die Sächsische Union mit einem orange-schwarz dekorierten Truck an der CSD-Parade teil. "Wir beteiligen uns zwar schon seit Jahren immer mit einem Informationsstand auf dem Straßenfest", so Dirk Braitschink, Regionalvorsitzender Ost der LSU, "aber dieses Jahr ist für jeden offensichtlich geworden, daß auch in der Union Vielfalt herrscht."

Das Straßenfest fand in diesem Jahr auf dem Theaterplatz vor der Semperoper statt. Vor historischer Kulisse konnten über 5000 Teilnehmer, Besucher und Passanten ein gelungenes Bühnenprogramm erleben und sich an den zahlreichen Infoständen über homo- und transsexuelle Themen schlau machen.

Dresdener CSD-Impressionen

CSD 2007 - Dresden