Roberto Weinhold aka DJ Atimo (Think Pink Dresden)

Deine Partyreihe "Think Pink" gibt es jetzt schon über 2½ Jahre, wird es langsam schwierig, den Gästen Neues zu bieten?

Wenn nicht, dann wäre es wohl recht langweilig für mein Team und mich selbst. Mein Team und ich sind immer sehr damit beschäftigt, neue Ideen und Kleinigkeiten zu verändern und vor allem auf Kritikpunkte zu reagieren.

Bei der Unity Night hast Du wieder mit dem pinken Floor die Regenbogenfahne hochgehalten - woran erkennt man Deiner Meinung nach schwule oder lesbische Partygäste?

Abgesehen von einigen Ausnahmen erkennt man es soweit gar nicht. Der Modetrend "schwule Prolls" macht es uns derzeit nicht leicht, tatsächliche heterosexuelle Prolls auszufiltern. So kommt es sogar vor, daß bei der starken Filterung, welche wir z.B. auf der Pink vornehmen, seit einiger Zeit auch Schwule wegschicken.

Warum gab es beim Dresdner CSD bisher nie einen "Think Pink"-Wagen?

Nicht zu letzt bin ich Unternehmer und im Zusammenhang dessen sind die Teilnahmebedingungen, welche auf der Webseite des CSD Vereins lesbar sind, gänzlich untragbar und machen es mir nicht möglich, solch einen Wagen plus-minus Null zu finanzieren. Abgesehen davon hatten wir durch die Befangenheit des CSD Vorstandes u.a. Jürgen Kießlich und Jens Kaden keine wirkliche gute Basis für eine Kooperation. Für den kommenden CSD 2009 sieht es aber schon besser aus.

Spinnerei-intern konkurrierst Du seit September gegen eine andere Gayparty - "Conny's Funkbusch". Worin unterscheidet Ihr Euch voneinander?

Konkurriert haben wir in keinem Falle. Wenn das so gewesen wäre, hätten wir es nicht zugelassen, daß diese Veranstaltung, welche sich große Mühe gegeben, hat die Dresdner Gayszene zu bereichern, sich in der selben Location manifestiert.

Warum brauchen Schwule einen Darkroom?

Brauchen? Es ist nix weiter als ein Mehrwert, den wir gerne bieten möchten; und entweder man nutzt ihn oder ignoriert ihn.

mb

DJ des Monats