Auf diversen Internet-Plattformen, so auch in unserem interner Link Forum unter gegenpol.net, wird aktuell heftig über den Dresdner CSD diskutiert. Den Organisatoren wird Versagen auf ganzer Linie und mangelnde Transparenz bei den Entscheidungen vorgeworfen. Im organisierenden CSD Verein gäbe es "kein miteinander, kein mitentscheiden" (anonymer Forumeintrag). Weil sie nicht ins Konzept paßten, seien Leute, die ebenfalls mitarbeiten wollten, systematisch aus dem Verein gedrängt worden.

Harte Kritik gegen den Vorstand, wobei sich die meisten Vorwürfe auf die Person von Jürgen Kiesslich zentrieren, der unter anderem als egozentrisch bezeichnet wird. Der CSD in Dresden selbst wird dabei ebenfalls in Frage gestellt, da es in der Landeshauptstadt "theoretisch keinen Bedarf für einen CSD" gibt (Bernd auf Gegenpol.net), da nur 1 Prozent der Dresdner Homosexuellen daran teilgenommen hätten. Die Teilnehmerzahl 2008 wird dabei von "Bernd" auf maximal 400 geschätzt, im Gegensatz von den offiziellen Zahlen von Polizei und CSD-Verein (siehe Interview mit Jürgen Kiesslich in blu Juli 2008).

Daß die Ansichten über den Dresdner CSD unterschiedlich sind, ist nur natürlich, und prinzipiell muß begrüßt werden, daß über Themen, die bewegen, diskutiert wird. Leider funktioniert eine sachliche Diskussion online nur partiell. Man kann in der vermeintlichen Anonymität verstecken und bequem seine Meinung fast konsequenzfrei schreiben. So kann keiner das "hingehen und selber machen" wirklich einfordern. Aber vielleicht führt eine konstruktive und vernünftige Diskussion tatsächlich zu Verbesserungen. Gern kann die Diskussion im blu Forum unter gegenpol.net fortgesetzt werden. Aber besser wäre es, dieses vor Ort im CSD-Verein zu tun.

Das nächste Treffen für den CSD 2009 findet übrigens am 30. Oktober um 19 Uhr im Rathaus (Raum 3.205) statt. Also hingehen und selber (mit)machen.

CSD Scharmützel