Von Diskriminierung ist jeder betroffen

70 Teilnehmer und Teilnehmerinnen profitierten von der Kooperation des Gerede e.V. mit dem Bildungswerk Weiterdenken in der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. und dem Sozialwissenschaftlichen Fortbildungsinstitut an der EHS Dresden e.V. im Rahmen des Fachtages zum Thema "Vielfältige Lebensweisen in sächsischen Schulen und Jugendeinrichtungen" am 03.07.2008. Pädagogische Vertreter aus Jugendhilfe und Schuldienst bekamen die nicht ganz alltägliche Gelegenheit, gemeinsam über unterschiedliche sexuelle Orientierungen zu diskutieren und sie in Bezug zur eigenen Arbeit zu stellen.

Der Einführungsvortrag von Heike Fritzsche (Antidiskriminierungsbüro Leipzig) schilderte Diskriminierungsvorfälle und unterschiedliche Arten von Ungleichbehandlung. Daß davon jeder betroffen sein kann, weil Diskriminierung vor keinem Merkmal Halt macht, war das Fazit des Beitrages. Ricardo Wolske (Gerede e.V.) schilderte die aktuelle Situation in den deutschen Schulen und insbesondere natürlich in Sachsen. Schließlich stellte Frau Dr. Jutta Hartmann (Uni Hildesheim) ihr Konzept für eine Pädagogik vielfältiger Lebensweisen vor. Der Vortrag lieferte konkrete Ansatzpunkte für die pädagogische Praxis. In Workshops zu den Lehr- und Lernorten Schule und Jugendhilfe hatten die Teilnehmer Gelegenheit, angeregt zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen.

"Eines wurde klar an diesem Nachmittag: Es gibt viele interessierte und engagierte Pädagogen und andere thematisch Involvierte, die sich der Wichtigkeit des Themas lsbt-Lebensweisen bewußt sind und die zu mehr Akzeptanz und Respekt beitragen wollen. Leider sind es noch nicht alle und oft werden ihnen von institutioneller Seite Steine in den Weg gelegt, also heißt es, weiter daran arbeiten." (Zitat: www.blog.gerede-dresden.de)

Die Dokumentation dieser Fachtagung wird in den nächsten Wochen auf www.gerede-dresden.de und www.respekt.gerede-dresden.de zugänglich gemacht.

Ergebnisse der Fachtagung