Wie der LSVD Sachsen-Anhalt mitteilt, steht die AIDS-Hilfe Halberstadt offenbar vor dem Aus. Hintergrund ist nach diesen Informationen die geplante Verringerung der Zuwendungen des Ministeriums für Gesundheit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt von 39.600 Euro auf einen Betrag von 20.760 Euro, die durch die AIDS-Hilfe nicht zu verkraften sei. Gefährdet sind Veranstaltungen und Präventionsprojekte an Schulen und anderen Einrichtungen des Harzkreises. Im vergangenen Jahr konnte die AIDS-Hilfe immerhin 130 solcher Projekte realisieren.

Der Verein verhandelt gegenwärtig mit dem Harzkreis über ein stärkeres finanzielles Engagement durch den Kreis, allerdings sind die Aussichten angesichts leerer Kassen bei Kreisen und Kommunen eher als gering einzuschätzen.

Der Lesben- und Schwulenpolitische Runde Tisch des Landes Sachsen-Anhalt hat dazu bereits dargestellt, daß ein finanzielles Aus für die AIDS-Hilfe Halberstadt einen schweren Rückschlag für die Primärprävention von HIV insbesondere in der Region Harz und die Betreuung der Betroffenen bedeuten würde. Zu befürchten wäre eine weitere deutliche Erhöhung der Zahl der Neuinfektionen. Die Verantwortlichen im Ministerium für Gesundheit und Soziales und die Gesundheitsministerin des Landes Sachsen-Anhalt Frau Dr. Gerlinde Kuppe sind deshalb aufgefordert, eine auskömmliche Finanzierung für die AIDS-Hilfe Halberstadt sicherzustellen.

Aus für AIDS-Hilfe Halberstadt