Im vergangenen Jahr rockten sie noch als "Copiloten" das CSD-Straßenfest in Dresden auf dem Theaterplatz mit dem offiziellen Motto-Song. Nun sind die vier Dresdner unter dem Namen "3zwanzig" zu erleben. Aufgrund von rechtlichen Problemen musste die Band den alten Namen leider abgeben. Und weil die meisten Radiohits 3:20 Minuten lang sind, machte die Band mit dem Queeranteil von immerhin 75 Prozent, wie Frontfrau Conny augenzwinkernd bemerkt, diesen Namen zum Programm.

Soeben ist die erste CD von 3zwanzig unter dem Titel "Rodelbahn" erschienen. Die Musik ist eine Mischung aus Deutsch-Rock und Art-Pop, den die Band einfach "Pop-Rock deluxe" getauft haben. Die Texte sind frech und selbstbewusst, wie in der Zeile: "Seh' ich vielleicht aus wie 'ne Rodelbahn, wo man mal schnell ne Runde rutschen kann", aber auch sehr gefühlvoll. Jeder Song erzählt eine kleine Geschichte. Leider enthält das Erstlingswerk nur 6 Tracks, es hätten ruhig 2-3 mehr sein dürfen.

Zum CD-Releasekonzert am 22. Mai in der Dresdner Scheune hatte blu die Gelegenheit zu einem kurzen Gespräch mit der Band.

blu: Gratulation zum erfolgreichen Konzert.

3zwanzig: Vielen Dank! Hat riesig Spaß gemacht. Danke an alle, die die Scheune mit uns gerockt haben!

blu: Eure Band hat einen Queeranteil von 75%. Wie kommt der eine Hetero damit zurecht?

3zwanzig: Darüber haben wir eigentlich noch nie nachgedacht.

blu: Was sind Eure nächsten Pläne?

3zwanzig: Vor allem wollen wir viele, neue Songs schreiben, da es Ende des Jahres wieder ins Studio geht. Demnächst soll auch unser erster Video-Clip produziert werden. Aber jetzt freuen wir uns erst mal auf viele Konzerte. Im Juni sind wir z.B. im Puschkin (Dresden) und im Aufsturz-Club (Berlin) zu hören. Auf unserer Homepage www.3zwanzig.de gibt's jede Menge Infos dazu.

blu: Vielen Dank für das Gespräch und viel Spaß noch beim Feiern!

3zwanzig: Ja, danke! Jetzt geht's zur Aftershowparty mit DJ Mesia aus Berlin. Er hat übrigens "die Rodelbahn" auf der CD geremixt. Kommt ihr mit?

3zwanzig - Rodelbahn