Seit der Einführung der Kombinationstherapie im Jahr 1996 hat sich die Lebenserwartung von HIV-positiven Menschen deutlich verbessert, weswegen immer mehr HIV-Positive in einem festen Beruf arbeiten können und dieses auch tun. Zwei Drittel der HIV-Infizierten gehen in Deutschland einer Arbeit nach. Ihre Leistungsfähigkeit ist mittlerweile nahezu gleichwertig der Allgemeinbevölkerung.

Die geregelte Berufstätigkeit bringt aber auch neue Fragestellungen und Konflikte hervor: Soll bzw. kann man sich als Positiver freiwillig outen und wie kommen Vorgesetzte, Kollegen und die Öffentlichkeit damit klar? Was passiert und welche Rechte hat man, wenn diese mit Unverständnis reagieren und die Kündigung ins Haus flattert? Wer hilft, wenn es zu Problemen kommt? Wie geht man mit seiner Angst vor Diskriminierungen oder mit realen Benachteiligungen um und wie bekommt man diese in den Griff?

Christian Kranich, Leiter des Bereichs Arbeit & Beschäftigung der AIDS-Hilfe München hat im Sommer 2008 zehn HIV-positive Arbeitnehmer/-innen interviewt und über ihre Ängste, guten und schlechten Erfahrungen und ihre Hoffnungen befragt. Über die Ergebnisse dieser kleinen Studie berichtet er in einer gemeinsamen Veranstaltung des LSVD Sachsen-Anhalt und der AIDS-Hilfe Magdeburg anlässlich des diesjährigen Welt-AIDS-Tages. Eingeladen sind Betroffene, Interessierte und die Fachöffentlichkeit. Im Anschluss an die Veranstaltung sind mit dem Referenten sowie Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der AIDS-Hilfe und des LSVD auch persönliche Gespräche mit einem kalten oder warmen Getränk möglich.

Freitag, 4. Dezember 2009, 19 Uhr
Forum Gestaltung
Brandenburger Straße 10
39104 Magdeburg
Eintritt frei

HIV am Arbeitsplatz