Vortrag

Bekanntlich ist Fußball der populärste Sport in Deutschland, nun vielleicht nicht gerade bei Schwulen. Aber nicht zuletzt seit das deutsche Frauenteam Weltmeister ist, begeistern sich immer mehr Frauen für das runde Leder. Allerdings liefert Fußball auch eine ganze Reihe negativer Erscheinungen, die von gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen gegnerischen "Fans", rassistischen Anfeindungen von Spielern anderer Herkunft bis hin zu homophob motivierter Diskriminierung lesbischer oder schwuler Fans oder Spieler bzw. Spielerinnen. "Fußball liefert durch sein Identitätsangebot, sein starres Regelwerk mit Befehl, Gehorsam und Bestrafung ein Feld für konventionelle Werte und autoritäre Charaktere. Er kann durch seine Strukturen Nationalismus, Rassismus, Gewalt, Identitätsdenken und Sexismus verstärken." (Dembowski).

Im Rahmen ihrer Diplomarbeit hat Ulrike Fabich, gemeinsam mit Adam Bednarsky, in den Jahren 2007 und 2008 eine Studie zum Thema "Fußball und Diskriminierung am Beispiel Leipziger Fußballfans" durchgeführt, dazu wurden Fans und Fußballexperten aus Leipzig befragt. Am 3. September stellt Ulrike Fabich diese Studie bei einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung in der Leipziger Frauenkultur vor. Neben dieser Studie kann ebenso die aktuelle (politische) Entwicklung im Leipziger Fußball diskutiert werden.

3. September 2009, 19 Uhr
Frauenkultur e.V.
Windscheidstraße 51
Leipzig

Frauen im Leipziger Fußball