Veranstaltungen in Jena

Nur wenige Minderheiten wurden und werden so stark diskriminiert wie Lesben und Schwule: In über 70 Ländern ist Homosexualität auch heute noch strafbar, in 7 Ländern steht sie sogar unter Todesstrafe. Lesben und Schwule werden diskriminiert, kriminalisiert, eingesperrt, gefoltert oder sogar getötet.

Erst 1990 strich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus ihrer Liste psychischer Erkrankungen. Seit 2005 wird am Jahrestag dieser Entscheidung, dem 17. Mai, der "International Day Against Homophobia" (IDAHO, Internationaler Tag gegen Homophobie) begangen. Er bietet die Möglichkeit, auf die Situation von Lesben und Schwulen weltweit hinzuweisen; aber auch zu zeigen, dass selbst in Deutschland viele Homosexuelle ihre sexuelle Orientierung nicht frei leben können oder mit großen Problemen konfrontiert werden, wenn sie es doch tun.

Die Stadt Jena lädt in diesem Jahr zu den zentralen Veranstaltungen des Projekts IDAHO ein. Mit dem "Caleidospheres" konnte ein gemeinsamer Ort für die meisten Veranstaltungen gefunden werden, wobei einige Aktionen aus organisatorischen Gründen bereits am 15. und 16. Mai stattfinden. Das Organisationsteam besteht aus unterschiedlichen Vereinen und Gruppen Thüringens, aber auch zahlreiche Einzelpersonen beteiligen sich mit viel Engagement. IDAHO ist dabei ein offenes Projekt und so sind alle, die aktiv gegen Homophobie arbeiten wollen, eingeladen mitzumachen, und das unabhängig von der sexuellen Orientierung.

Im Rahmen von IDAHO finden Ausstellungen, Infostände, Vorträge, eine Theateraufführung, eine Tanzveranstaltung sowie ein Filmabend mit dem Streifen "Fremde Haut" statt. Die genauen Termine und weitere Informationen zum Projekt sind unter www.idaho.queerweg.de zu finden.

my

Projekt IDAHO